Full text : Wirtschaft als Leben

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.Freiheit  vom  Worte“.

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lehre“,  wie  lehrreich  hätte  da  für  beide  Teile  eine  nur  etwas  tiefere
Analyse  ausfallen  können  I  Als  Beispiel  aus  etwas  früherer  Zeit  lese
man  nach,  auf  welcher  bescheidenen,  die  Verzeihlichkeiten  der  communis
opinio  kaum  überragenden  Höhe  sich  die  Ausführungen  halten,  mit
denen  Wilhelm  Wundt  in  seiner  Logik  der  Nationalökonomie  den
Paß  ausstellt.  Niemand  wird  so  beschränkt  sein,  daß  er  der  eigenen
Meinung  zu  Gefallen  gleich  eine  vernichtende  Kritik  erwartet.  Aber
doch  Kritik  überhaupt,  nicht  bloß  immerzu  die  gar  nicht  neue  Art,
über  die  alte  Misere  duldsam  hinüber  zu  sprechen  I  Die  Gefahr,  die
solcher  „Gewissenserforschung  im  Hauptberuf“  droht,  liegt  ja  auf  der
Hand;  die  Gefahr,  daß  da  Klitterungen  ohne  Seele  herauskommen,
die  an  das  Leben  der  Fachwissenschaft  gar  nicht  heranfinden;  und
nicht  nur,  weil  eine  bloße  Einfühlung  in  das  Um  und  Auf  der  Facharbeit ­
  niemals  deren  Erlebnis  aufwiegen  kann.  Mehr  noch,  weil  diesem
gewerbsmäßigen  Tun  überhaupt  der  tiefere  Sinn  versagt  bleibt,  der
Sinn  heißen  Ringens  nach  der  Selbstbesinnung  über  das  lebenfüllend
eigene  Tunl
Solches  Ringen  ist  die  Soziologie  der  hier  gemeinten,  sublimsten
Art,  sein  Preis  aber  die  Allwirtschaftslehre,  verstanden  als  nationalökonomische ­
  Theorie,  geläutert  in  soziologischem  Geiste  —  im  Geiste
Max  Webers!
            
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