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„Vom Wirtschaftsleben und seiner Theorie“,
wieder zurückerborgt, in Gestalt der sogenannten „organischen Analogie“.
Das Gebilde der Schicksalswelt ist kein Organismus, kein Lebewesen
mit seinen Rätseln, weder ein höheres noch sonst eines; ebensowenig,
wie es ein Mechanismus wäre, ein bloßes Gliederwerk, eine
bloße Leistungsgestaltung. Es ist ein Stück echtes Leben, aber im
klar durchschaubaren Sinn gestalthaft verbürgter Dauer.
Die Schicksalswelt, als Totalität des erlebten Lebens, ist erfüllt von
eitel solchen Gebilden, hinter denen erst noch der Reichtum des persönlichen
Lebens quillt und sprudelt. Immer kommt es ja darauf an,
wie die verschiedenen Stellungen im Gliederbau der Gebilde ausgefüllt
werden durch Personen. Im Bering des Unternehmens, beispielsweise,
bauen lebenswichtigste Dienste gemeinsam an der „Unternehmerstellung“.
Diese kann eine einzige Person ausfüllen, ebensogut ein
selber schon gestalthaft ausgebauter Kreis von Personen. Im Wege
dieser Ausfüllung aller seiner und oft zahlreichen Stellungen, ergießt
sich gleichsam persönliches Leben ins Gebilde; oder anders gesehen,
von da aus stürzt das völlig durchschaubare erlebte Leben immer schon
in die abgründige Tiefe des persönlichen Lebens ab. Jedenfalls steht
für das lebenstheoretische Denken immer der ganze Mensch im Blickfeld,
keine bloße Marionette, kein bloßer homo oeconomicus, kein
business man, kein Hampelmann des Erwerbs. Aber das Individuum
als Person steht nur peripherisch im Blickfeld, denn im Blickpunkt
verharren die Gebilde. Sozialwissenschaft entfaltet das persönliche
Leben immer nur in dem Ausmaße, als sich jeder von uns im Zusammenleben
selber erlebt; daher auch der Ausdruck für den Vorwurf
dieser Wissenschaft: „erlebtes Leben“. Dahinter erst birgt sich die
eigentliche Domäne des ichbej ah enden Lebens.
Aber diese Lebenswirklichkeiten der Schicksalswelt, die Gebilde,
überkreuzen sich nicht bloß mit dem persönlichen Leben, sie überschneiden
sich auch untereinander und überdecken sich vielfach; und
auch damit nesteln sich schwer auflösbare Verwicklungen zusammen.
Die Schicksalswelt zeigt eben nicht bloß ein beziehungsreiches Nebeneinander
der Gebilde, sondern auch ihr buntfältig Mit- und Ineinander.
Umschlossene Gebilde, ich nenne sie „Ingebilde“, gliedern sich umschließenden
Gebilden ein, den „Umgebilden“. So kann z. B. eine
Unternehmung, als Ingebilde, einem Konzern oder einem Kartell eingehängt
sein, zugleich gliedert sie sich ihrer Branche ein, mit dieser
dem ganzen Industriekörper einer Volkswirtschaft und so dieser selbst,
gleichwie sich die Volkswirtschaft noch mehrfach und abgestuft weltwirtschaftlichen
Umgebilden einfügt. Auf allen Stufen dieser Eingebundenheit
laufen die Zusammenhänge noch zwischen den gleich-