Full text : Wirtschaft als Leben

Anhang.

67

Nicht  so  ausgesprochen,  wie  der  eben  erörterte,  läßt  sich  ein
anderer  Gegensatz  aus  dem  Sinneswechsel  der  Frage  „Was  ist  der
Wert?“  nach  weisen.  Ihm  entspräche  eine  Einteilung,  die  nur  mit  sehr
verschwommenen  Grenzen  zwei  Gruppen  von  „Werttheorien“  voneinander ­
  sondern  ließe.  Unter  einem  anderen  Gesichtspunkte  wird
nämlich  in  einem  zweifachen  Sinn  nach  „Wert“  gefragt:
I.  Um  die  Bedeutung  (den  Sinn)  des  als  unentbehrlich
an gesehenen  Terminus  „Wert“,  nach  welcher  der  letztere  in
unserer  Wissenschaft  zu  verwenden  wäre,  festzustellen.
II.  Um  die  Natur  eines  Phänomens  (Tatsache,  Erscheinung)
des  Namens  „Wert“  wissenschaftlich  zu  ermitteln.
Im  Falle  I  handelt  es  sich  also  mehr  um  eine  Sicherstellung,  die
erst  ihrerseits  die  Wissenschaft  instandsetzen  soll,  ihren  Erkenntniszwecken ­
  gewachsen  zu  sein,  gleichsam  also  um  die  Beschreitung  eines
mittelbar  en  Erkenntnisweges.  Im  Falle  II  aber  wird  ein  solcher
krkenntniszweck  selber  zu  erfüllen  gesucht,  gleichsam  also  ein  unmi
 ttelbarer  Erkenntnisweg  beschritten.
Trotz  dieses  Gegensatzes  geht  jedoch  eins  ins  andere  derart  über,
a  wohl  auch  die  Ausdeutung  des  Terminus  „Wert“  auf  tatsächlicher
rundlage  sich  vollziehen,  aus  der  Ermittlung  von  Tatsachen  herzuen
  sein  wird;  während  umgekehrt  die  wissenschaftliche  Erledigung
e ! Des  Phänomens  des  Namens  „Wert“  zugleich  den  Erfolg  haben  muß,
e | nen  wissenschaftlichen  Terminus  „Wert“  mit  feststehender  Bedeutung
einen  Uilfen '  ^ er  Gegensatz  schränkt  sich  also  hier  darauf  ein,  ob  dem
n  oder  dem  anderen  wissenschaftlichen  Vorhaben  der  Vorrang  einsich ­
  "K  ’■  e * n  Übergewicht  zugestanden  wird.  Ein  Gegensatz  drückt
1;  .  r ^- ens  auch  noch  darin  aus,  daß  im  Falle  A  die  Unentbehr-11
  cnkeit-  h  ^
e i  4j-  ,  Qes  Jemnnus  „Wert“  als  etwas  Selbstverständliches,  daher
Dasein  °  ■  Uneidda rt  übernommen  wird,  während  im  Falle  II  schon  im
Erklär  Clnes  Phänomens  des  urwüchsigen  Namens  „Wert“  eine
Un i)  belegen  wäre,  weshalb  man  überhaupt  vom  „Wert“  in
VWr  SSCnSCllaft  ZU  handdn  habe '
entbehrr  d en  Fall  I,  wenn  z.  B.  J.  B.  Say  uns  zuerst  die  Uneiner ­
  natio  ^  dCS  Terminus  « Wert “  („valeur“)  dartut,  indem  er  an
nicht  b  *  ökonomischen  Erwägung  zeigt,  wie  an  diesem  Ausdrucke
j e  eiz ukomrnen  ist:  „Quelle  est  donc  la  qualite  qui  determine
est  squs  j  ont  entre  elles  ces  deux  portions  de  richesses,  dont  l’une
r...  a<  ,  orme  d ’une  boite  d’or,  et  l’autre  sous  la  forme  d’une  armoire
uu  Q  une  buffet?  Ti  >  ,  •  r  ,
repons  •  C  11  nest  aucun  de  vous '  messle urs,  qui  ne  fasse  la
e -  est  leur  valeur“  —  und  darauf  die  Notwendigkeit  der
5*
            
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