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I. Kapitel.
einer gewissen Zeitperiode produziert, verbraucht, transportiert oder umgetauscht
wird. Die erstere Gütermenge ist eine Bestandmasse (stock) oder
ein Güterfond (fund), die zweitgenannte Quantität befindet sich im Flusse;
sie ist ein Güterstrom (flow or stream). Der Gesamtbestand von Weizen
in einer Mahlmühle an irgendeinem bestimmten Tage ist ein Weizenfond,
während der ein- und ausgehende monatliche oder wöchentliche Bestand
einen Weizenstrom darstellt. Die Menge der geförderten Kohle in den
Vereinigten Staaten, die zu einem gewissen Zeitpunkt vorhanden ist, ist
ein Fond geförderter Kohle; was wöchentlich hinzugefördert wird, bildet
einen Kohlenstrom.
Diese Unterscheidungen finden vielfache Anwendung; z. B. auf das
Verhältnis des Kapitals zum Einkommen. Eine Güterbestandmasse, gleichviel
ob Reichtum oder Eigentum, die zu einem gewissen Zeitpunkt vorhanden
ist, heißt Kapital. Der Strom der Nutzleistungen eines solchen
Kapitals während einer Zeitperiode heißt „Einkommen 1 '. Das Einkommen
bildet daher eine bedeutsame Art volkswirtschaftlicher Ströme. Außer
dem Einkommen kann man drei Hauptklassen volkswirtschaftlicher Ströme
unterscheiden, die — je nachdem — Veränderungen durch Wirtschaftsprozesse
(wie: Produktion und Konsumtion), Veränderungen durch räumliche
Verschiebungen (wie: Transport, Ausfuhr und Einfuhr) oder Veränderungen
durch Wechsel des Eigentumsrechtes, die wir bereits „Übertragungen“
genannt haben, darstellen. Der Handel ist ein Strom von
Übertragungen. Er ist, sei er Außen- oder Innenhandel, einfach der Austausch
eines Stromes übertragener Rechte an Gütern gegen einen gleichwertigen
Strom übertragenen Geldes oder von Geldersatzmitteln. Der
letztere dieser beiden Ströme wird der „Umlauf“ des Geldes genannt. Die
Gleichung zwischen den beiden Strömen wird die „Verkehrsgleichung“
(equation of exchange) genannt und gerade diese Gleichung ist es, die das
Hauptproblem dieses Buches bildet.