Full text : Die Kaufkraft des Geldes

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IV.  Kapitel.

7.  Mit  Einschluß  der  Bankdepositen  lautet  die  Gleichung  der  Geldzirkulation ­
  folgendermaßen:
GU  +  G'l7  =  2pQ  oder  PH.
8.  Es  herrscht  die  Tendenz  zu  einem  normalen  Verhältnis  der  Bankdepositen ­
  (G')  zur  Geldquantität  (Cr),  und  zwar  aus  dem  Grunde,  weil  die
Geschäftsbequemlichkeit  gebietet,  daß  die  zur  Verfügung  stehenden  Umlaufsmittel
  sich  auf  Depositen  und  Geld  in  einem  gewissen,  mehr  oder  weniger
bestimmten,  wenn  auch  elastischen  Verhältnis  verteilen.
9.  Das  quantitative  Verhältnis  zwischen  Geld  und  Preisen  wird  unter
normalen  Bedingungen  durch  die  Einbeziehung  der  Depositenumlaufsmittel
nicht  gestört.

IV.  Kapitel.
Störung  der  Gleichung  und  der  Kaufkraft  in
Perioden  des  Übergangs.
§i.
Im  vorigen  Kapitel  wurde  dargelegt,  daß  die  Quantität  der  Bankdepositen ­
  unter  normalen  Umständen  ein  bestimmtes  Verhältnis  zu  der  im
Umlauf  befindlichen  Geldquantität  und  zu  dem  Quantum  der  Bankreserven
aufrechterhält.  Solange  sich  dieses  normale  Verhältnis  behauptet,  erhöht
das  Vorhandensein  der  Bankdepositen  die  durch  die  im  Umlauf  befindliche ­
  Geldquantität  hervorgerufene  Wirkung  auf  das  Preisniveau  und  verzerrt ­
  diese  Wirkung  nicht  im  geringsten.  Veränderungen  in  der  Umlaufsgeschwindigkeit ­
  oder  im  Handel  üben  übrigens  auf  die  Preise,  gleichviel  ob
Bankdepositen  inbegriffen  sind  oder  nicht,  dieselbe  Wirkung  aus.
Dieses  Verhältnis  zwischen  Geld  (G)  und  Depositen  ((?')  ist  jedoch
in  Übergangsperioden  kein  starres.
Wir  wollen  nun  auf  diese  Übergangsperioden  näher  eingehen.  Die  Veränderung, ­
  welche  einen  Übergang  konstituiert,  kann  durch  eine  Veränderung
in  der  Quantität  des  Geldes  oder  in  einem  anderen  Faktor  der  Verkehrsgleichung ­
  oder  durch  alle  Faktoren  zugleich  stattfinden.  Gewöhnlich
tragen  alle  Faktoren  zu  der  Veränderung  bei.  Der  Hauptfaktor  aber,  den
wir  uns  (gleichzeitig  mit  seiner  Wirkung  auf  die  anderen  Faktoren)  zum
Studium  wählen,  ist  die  Geldquantität.  Wenn  die  Quantität  des  Geldes
plötzlich  eine  Verdoppelung  erführe,  so  würde  die  Wirkung  der  Veränderung
            
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