Full text : Die hygienischen Verhältnisse der Insel Formosa

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ist,  können  vorläufig  nur  solche  Personen  die  Approbation  beantragen,
die  dazu  befähigt  sind,  sich  in  Japan  als  Apotheker  eintragen  zu  lassen.
Demnach  kommen  für  Formosa  alle  diejenigen  Personen  in  Frage,
die  ihr  Fachstudium  auf  einer  vom  japanischen  Unterrichtsministerium
für  geeignet  erklärten  Schule  absolviert  oder  die  für  Japan  vorgeschriebene ­
  Prüfung  bestanden  haben  und  somit  zur  Ausübung
ihres  Berufes  qualifiziert  sind,  sich  aber  nicht  in  Japan  haben  eintragen ­
  lassen,  sondern  nach  Formosa  gehen.  Die  Approbation  wird
demnach  nicht  nur  schlechthin  auf  Grund  des  Lebenslaufes  erteilt.
Alle  Apotheker  in  Formosa  —  1909  waren  es  11 1 )  —  sind  Japaner.
Die  Drogenhändler  werden  von  der  Distriktbehörde  konzessioniert; ­
  ihr  Geschäft  besteht  zum  größten  Teile  im  Vertrieb  der  sogenannten ­
  chinesischen  Drogen.  Deshalb  nehmen  hier  die  Formosachinesen ­
  an  Zahl  die  erste  Stelle  ein.  Auch  einige  Ausländer  sind  zugelassen. ­
  Ende  1909  zählte  man  2592  Konzessionierte:  136  Japaner,
2449  Formosachinesen  und  7  Ausländer  (Chinesen).
Es  existieren  ferner  Arzneimittelmanufakturen;  doch  ist
dieses  Gewerbe  sehr  primitiv  und  außerdem  nicht  von  Bedeutung.
Denn  die  betreffenden  Waren  werden  ganz  überwiegend  als  Fertigprodukte ­
  aus  Japan  eingeführt.  Die  Konzession  zum  Betriebe  dieses
Gewerbes  wird  durch  die  Distriktbehörde  erteilt.  Die  Zahl  der  Konzessionierten ­
  belief  sich  Ende  1909  nur  auf  25;  es  waren  14  Japaner
und  11  Formosachinesen.
Ferner  sind  diejenigen  zu  erwähnen,  die  sich  gleichzeitig  mit  Herstellung ­
  und  Verkauf  einfacher  Hausmittel,  auch  Geheimmittel,  befassen. ­
  Endel909  betrieben  91  Japaner  und  186  Formosachinesen  dieses
Geschäft.  Und  schließlich  gibt  es  für  den  Vertrieb  fertiger  Hausmittel
noch  Wiederverkäufer  und  Reisende.  Ihre  Kopfzahl  betrug  2254:
628  Japaner,  1621  Formosachinesen  und  5  Ausländer  (Chinesen).
B.  Kontrolle  des  Arzneimittelverkehrs.
Anfänglich  waren  Vorschriften  über  den  Arzneimittelverkehr
in  der  1896er  Verordnung  betreffend  Apotheker,  Drogisten  und
Arzneimittelbereiter  enthalten.  Sie  beschränkten  sich  auf  die  Forderung, ­
  daß  die  im  japanischen  Arzneibuch  aufgeführten  Arzneimittel

l)  abgesehen  von  den  im  Staatsdienste  stehenden  Apothekern
Dielhygienischen  Verhältnisse  der  Insel  Formosa.

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