Full text : Deutschlands chemische Industrie

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Schultz,  die  Elberfelder  Benzopurpurine  von  Duisberg
und  die  Croceine  von  Frank,  das  Elberfelder  Diamantschwarz, ­
  das  Echtrot  „C“  von  O.  N.  Witt,  endlich  die
Cassellaschen  Diaminfarben  von  Gans,  Weinberg  und
Hoff  mann,  die  vom  Gelb  über  Scharlach,  Rot,  Braun,
Blau  bis  zum  Schwarz  gehen,  und  hundert  andere,  die
bei  der  Billigkeit  des  bis  dahin  fast  wertlosen  Naphthalins ­
  zu  niedrigen  Preisen  auf  den  Markt  kommen  und
von  den  Färbern  begierig  aufgenommen  werden.  Mit
dem  Erscheinen  der  Azofarbstoffe  hat  die  Einfuhr  von
Cochenille  ganz  und  die  Von  Blauholz  und  Farbholzextrakten
  fast  ganz  aufgehört,  statt  dessen  haben  sich
die  neuen  durch  die  Mannigfaltigkeit  der  Töne  wie  durch
leichte  Handhabung  der  Färbemethoden  ausgezeichneten
Stoffe  heute  einen  Weltmarkt  erobert,  der  nach  Millionen
zählt.
Inzwischen  war  den  Entdeckungen  die  theoretische  Konstitution
Erforschung  der  Natur  der  Farbstoffe  Schritt  für  Schritt  de g t( |jjj£ b '
gefolgt,  die  ihrerseits  wiederum  die  Praxis  von  neuem
befruchtete.  Die  Aufklärung  der  Konstitution  der  Hofmann
  sehen  Rosanilinfarbstoffe  durch  Emil  und  Otto
Fischer*),  die  Theorie  der  Farbstoffbildung  von  O.  N.
Witt  und  die  Einführung  der  Fittigschen  Diketonformel
in  die  Konstitution  der  Farbstoffe  durch  Nietzk'i  regen
zu  immer  neuen  und  fruchttragenden  Entdeckungen  und
Erfindungen  an.  In  dem  Masse,  wie  sich  mit  der  Ausdehnung ­
  der  Farbenindustrie  die  Hände  mehrten,  die
an  ihrer  Weiterentwicklung  arbeiten,  wurde  nicht  nur
der  erworbene  Besitz  intensiver  bebaut,  sondern  auch
neue  grosse  Provinzen  des  fruchtbaren  Landes  hinzugewonnen. ­

*)  Ber,  d.  d.  chem.  Oes.,  1876,  9,  891  und  1878,  11,  473,  612
und  1079.
            
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