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Borneo.
Dampfschiffreederei (Hamburg), Compag-
nie generale transatlantique, Messageries
maritimes, Pacific Steam Navigation Co.,
General Steam Navigation Co. und der
hier domizilierten Allan - und Anchor-Li
nien t (1876) 212,111 Cinto. Deutsches
Konsulat (Amtsbezirk: die Departements
Kwibea,
„Les, Gironde, Dordogne, Lot-et-Garonne,
Darn-et-Garonne, Haute-Garonne, Lot,
Gers, Corrèze, Charente-Inférieure und
Vendée) ; Handelskammer,Handelsgericht;
Börse, Banque de France, Société gene
rale.-- DieFabritthätigkeit erzeugt:
Liköre, Essig, Bier, Boissons gazeuses,
Glasflaschen, Siphons, Korke, Kapseln
und Etiketten, Chemikalien, Wemstcm
(cristaux de tartre), Schokolade u. a.
Schiffbau wird auf sieben Wersten betrie
ben. — B. ist die dritte Se e stad t Frank
reichs und verdankt seine Bedeutung vor
allem dem Weinhandel, in welchem es
die erste Stelle in Frankreich einnimmt.
B. ist Markt für spanischeProdukte: Wein
(der. mit französischem verschnitten, als vm
de Cargaison ausgeführt wird), Trau
ben, Feigen, Baumöl, Lakritzen, für Por
zellan von Limoges für Nordamerika, für
Getreide, getrocknetes Obst, Harze, Terpen
tinöl Von den La Plata-Ländern kom-
nict: ßcUc (1879:17,8 Will, kg), Me
(2,6 Mill, kg) und Häute (2,2 Mill. kg).
Zn den Importartikeln gehören ferner:
Farbstoffe und Droguen, Kakao, Zucker
(namentlich ans den französischen Kolo
nien), Vanille, Steinkohle (1879: 301,8
Mill. kg). B. ist Hauptplatz für Sencgal-
aummi (d.iMill.kg) und Ölfrüchte (lo,4
Mill. kg). Im ganzen richtet sich derHandcl
hauptsächlich nach Amerika, in ziemlichem
Grad auch nach Indien und Afrika sowie
nach den französischen Kolonien. Es wer
tete 1879 die Einfuhr 200 Mill., die Aus
fuhr 280 Mill. Aik. Von letzterer ent
fallen 100 Mill. Aik. auf Wein, von wel
chem B. 1879 exportierte: Girondewein
in Gebinden 134,295,253 Lit., in Flaschen
10,719,945 L., dazu: 7,a Mill. L. Brannt
wein. Im Handel mit Deutschland werden
namentlich eingeführt: Weizen (12,4Mill,
kg), Alkohol (5,2 Biill. Lit.), Melasse.
Chlorkalium, Kleie, Hanf und Blätter
tabak; dagegen ausgeführt: Wein (25,o
Mill. L.), Sardinen, trockne Früchte,
Branntwein, Mandeln und Nüsse, Sä
mereien. — Die Handelsflotte der
Stadt bestand 1878 alls 277 Segelschiffen
von 107,191 Ton. und 17 Dampfern von
6850T. —DerSchiffsverkehrzwischen
B. und ausländischen Häfen war 1879:
Eingelaufen 1829 Schisse von 996898 Tonnen
Ausgelaufen 2018 - - 1076981 -
In der Küstenfahrt liefen 12,296 Schisse
von 477,013 T. ein. Mehr als die Hälfte
der Schiffe und des Tonnengehalts ent
fällt auf dicbritische Flagge. Von deutschen
Schiffen liefen ein: 115 von 62,134 T.,
W: 123 non 61,290 %. —
bräuche. Der Preis versteht sich bei Wein
und Essig für den Tonneau, bei Spirituo
sen für denHektolitcr. Vonletzternmüssen
die zur Ausfuhr bestimmten für London 58
bis 59, für Nordamerika 51—62, für
Holland 53—55 Centefiinalgrad aufwei
sen. Liefernngskäufe werden viel auf die
Qualität trois-six (86 Proz. nach Tralles)
abgeschlossen. Vor dem Magazin des Ver
käufers findet die sogen. Dépotage statt.
Wein wird fast immer »bar zahlbar bei
Ablieferung« mit 3—6 Proz. Rabatt ge
kauft, grands crûs bisweilen en bloc und
auf Kredit, Spirituosen auf 20 Tage Kre
dit. Wechselkurse wie in Paris. — Es
finden zwei Messen statt: die Märzmesse
(foire de Mars) l.März und die Ottober-
Nlesfe (foire d’Octobre) 15.0ft. ; die letztere
ist wegen der Weingeschäfte die wichtigere.
Borneo, eine der großen Snndamseln
Die Bevölkerung, derenZahl auf 1,845,000
geschätzt wird, besteht aus mohammcdam
scheu Malaien, eingeborncn Dajak, über
100.000 eingewanderten Chineseinund ca.
30.000 Kolonisten ans Celebes. — Die
Produkte sind, soweit wir das bisher noch
wenig ersorfchte Land kennen, sehr mannig
faltig. Von Bauhölzern zählt man 60 Ar
ten/die harz- uild gumnnhaltlgen Bäume
sind sehr zahlreich, ebenso die Öl-, Faser-,
Gewürz- und Farbepflanzen. Für den
Handel gewinnt man: Benzocharz, Sago,
Kampher, Zucker von der Arengapaline
u. Rattans. Die Tierwelt ist auherordcnt-