Kapitel XIV.
Kritik des Trustwesens.
Die springenden Punkte in dem Wesen der Trusts, in
ihrer Zweckbestimmung, in den festen wie in den undichten
Teilen ihrer Organisation habe ich bei der summarischen
Würdigung der Industrie-Verbände erläutert. An dieser
Stelle will ich zunächst vorausschicken, daß nicht eine jede
verwässerte oder schwindelhafte Gründung, die sich drüben
vollzogen hat, den Trusts zur Last gelegt werden darf.
Sehr oft standen derartige Unternehmungen vollständig ab
seits von irgend einem Trust; zu einer Zeit, in der man in
Europa von Trusts noch wenig oder gar nichts wußte,
wurde in der Alten Welt gerade so gewissenlos gegründet,
wie dies auf der andern Seite des Ozeans — ohne jeden
Zusammenhang mit einem Trust — bis jüngsthin geschehen ist.
Die Bildung von Trusts ist wirtschaftlich da gerecht
fertigt, wo ihre Einrichtung tatsächlich einen wirtschaftlichen
Nutzen verspricht, wo sie die Verwaltung durch Konzentration
wesentlich verbilligt, wo sie die unnützen Ausgaben, die mit
der Konkurrenz verbunden sind, erspart, ohne gleichzeitig die
unentbehrlichen Segnungen der Konkurrenz aufzuheben; wo
sie die Möglichkeit gewährt, die Produktion selbst zu ver
billigen, indem sie die Produktion an die geeigneten Stätten
verlegt, und wo sie die bei der freien Konkurrenz nicht immer
vermeidliche Vergeudung von Kräften verhütet. Es soll sogar