Full text : Die Entwicklung der Berliner Vorortgemeinde Kleinschönebeck-Fichtenau unter besonderer Berücksichtigung der Finanzen

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Die  Höhe  der  Bodenpreise  ist  infolge  der  Entwicklung  von  Süden
nach  Norden  im  Süden  eine  ganz  andere  als  in  dem  nördlichen  Seit
des  Kartenbiattes.  Ich  habe  es  daher  für  richtig  gehalten,  den  südlichen ­
  und  nördlichen  Teil  des  Kartenblattes  getrennt  zu  behandeln,
und  zwar  ist  als  Grenze  eine  ostwestliche  Linie  angenommen,  die  durch
die  alten  Parzellen  18  (südlich)  und  19  (nördlich)  gebildet  wird,  weil
hier  die  Unterschiede  der  Bodenbewertung  besonders  stark  hervortraten,
der  nördliche  Teil  auch  erst  in  späteren  Jahren  der  Bebauung  erschlossen ­
  wurde.
Es  sollte  ferner  zuerst  eine  besondere  Behandlung  der  Parzellen
an  anbaufähigen  Straßen  und  solchen  Baustellen  gemacht  werden,  deren
Straßen  weder  reguliert,  noch  in  ihren  Fluchtlinien  festgestellt  sind,
d.  h.,  es  sollte  ein  Unterschied  gemacht  werden  zwischen  den  Preisen
von  Netto-  und  Bruttobauland.  Dieser  Plan  mußte  aber  scheitern,  da
nach  den  Akten  unmöglich  festzustellen  war,  ob  sich  der  Preis  inklusive
Straßenregulierung  oder  Pflasterung  ohne  Fertigstellung  der  Bürgersteige ­
  usw.  versteht.  Allenfalls  wäre  aus  dem  Katastermaterial  zu  ersehen ­
  gewesen,  ob  der  Veräußerer  neben  der  Baustelle  das  zugehörige
Straßenland  verkauft  hat;  da  dies  aber  von  dem  Verkäufer  bei  jeder
Parzelle  anders  gehandhabt  werden  kann,  der  Geschäftsgebrauch  der
Grundstückshändler  ebenfalls  von  einander  abweicht,  außerdem  der
Spekulant  nach  Ankauf  von  Blocks  Straßen  einzieht,  um  neue  für  seine
Zwecke  geeignetere  einzulegen,  mußte  auch  hiervon  Abstand  genommen
werden.  Bei  Kritisierung  der  angeführten  Zahlen  ist  nur  der  Werdegang ­
  der  Wandelung  vom  landwirtschaftlich  genutzten  Boden  zur
Baustelle  in  Betracht  zu  ziehen.  Die  Entziehung  von  Straßenland,
Aufstellung  der  Pläne,  Parzellierung  und  Vermarkung,  Regulierung,
Pflasterung  usw.  müssen  natürlich  die  Bodenpreise  in  die  Höhe  treiben.
Dies  geht  aber  allmählich  vor  sich,  ohne  daß  gewisse  Punkte  der
Wandelung  mit  dem  augenblicklich  zutreffenden  Bodenpreise  festgehalten
werden  können.  Die  Ziffern  folgender  Tabellen  werden  also  die  Durchschnittszahlen ­
  der  Bodenpreise  von  Banland  mit  und  ohne  Slraßenland
(-Pflaster)  darstellen.
a)  Südlicher  Teil.

Jahr

1897

1898

1899

1900

1901

1902

1903

1904

Anzahl  d.  Umsätze

7

35

38

19

12

3

10

6

Arithmet.  Mittel
pro  Plm  in  ^

3,23*

2,51 3

3,27*

3,62»

3,86-3,67°



3,86«

4,92°

Gewogenes  Mittel
pro  □  m  in

3,34»

2,27*

2,68'

2,99*

3,44»

3,49»

3,94-4,69»



Maximum

4,768

5,10«

5,61*

6,06«

5,72°

5,01*

7,63»

7,67°

Minimum

1,96«

1,12*

1,69’

1,99 8

2,29°

2,61«

1,84*

2,62«
            
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