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— Ausfuhr und Arbeiterfrage —
zu verarmen, auf die Dauer nur kaufen ohne zu verkaufen.
So mußten mir, wenn wir die Segnungen der Weltwirtschaft
nicht von uns weisen wollten, gleichzeitig die Ausfuhr
nach der Weltwirtschaft im großen Stil betreiben.
Diese Ausfuhr aber wiederum förderte die Möglichkeiten
unserer industriellen Technik. Denn je größer die Produktionsmenge
wurde, auf welche sich unsere Industriebetriebe
einstellen konnten, um so geringer wurden die
Kosten, zu denen der einzelne Betrieb zu produzieren vermochte
und um so größer unsere Wettbewerbsfähigkeit auf
dem Weltmärkte gegenüber dem einstmaligen Alleinherrscher
auf demselben: England. Unter diesen Verhältnissen
war es möglich, unsere steigende Bevölkerung nicht nur
unserm Lande selbst im wesentlichen zu erhalten, sondern
sie auch zu immer besseren Bedingungen in unserer Volkswirtschaft
zu beschäftigen. Die Arbeitslöhne sind, wie bekannt,
in den letzten 25 Jahren gewaltig gestiegen, während
gleichzeitig unsere sozialpolitischen Gesetze die Lage
der Arbeiterschaft wesentlich gesichert und verbessert haben.
Das erfreulichste aber war, daß gleichzeitig das Sparkapital
unserer Bevölkerung einen erheblichen Zuwachs erfahren
konnte; hat doch in dem kurzen Zeitraum von 1906
bis 1912 das Gesamt-Guthaben der Einleger bei öffentlichen
und nichtöffentlichen Sparkassen eine Steigerung
von 13,4 Milliarden auf 18,6 Milliarden Mark erfahren
bei einer gleichzeitigen Erhöhung der Zahl der Sparkassenbücher
von 18,6 Millionen auf 22,9 Millionen.
Wenn der Krieg vorüber ist, wird das Ausfuhrbedürfnis
des Deutschen Reiches nicht geringer sein als vor Beginn
des Krieges. Gewiß, wir werden durch die gewaltigen
technischen Fortschritte, welche wir während des
Krieges und unter dem Zwange des Krieges gemacht
Haben, in der Lage sein, dieses oder jenes Produkt, das wir