Full text : Untersuchungen über das Versicherungswesen in Deutschland

212

II.  Öffentliche  Versicherung.

Übertrag:
e)  für  Krankenhäuser,  Heilanstalten  u.  dgl
d)  „  Einrichtungen  der  öffentlichen  Gesundheitspflege
a)  „  Erziehung  und  Volksbildung
f)  „  andere  Wohlfahrtseinrichtungen  ^
g)  „  landwirtschaftliche  Kreditbedürsnisse  (Wegebauten,
Aufforstungen  usw.)  .

320  Mill.  Mk.
97  „  „
152  „
82  „
116  „

110

zusammen:  877  Mill.  Mk.

Diese  Summen  stellen  indessen  die  Beträge  der  ursprünglichen
Ausleihungen  dar;  in  der  Vermögensberechnung  für  1910  figurieren  sie
natürlich  nur  mit  dem  Restbetrag  der  Forderungen,  753  Mill.  Mk.  Die
genaue  Verteilung  dieser  Summe  auf  die  vorangegebenen  Verwendungszwecke ­
  ist  den  Berichten  des  Reichsversicherungsamts  leider  nicht  zu  entnehmen; ­
  nur  die  Höhe  der  für  W  ohnungssürsorg  ezw  ecke  1910
noch  bestehenden  Darlehen  wird  mitgeteilt.  Unter  Benutzung  dieser  Zahl
und  in  der  Annahme,  daß  die  anderen  Darlehnsgruppen  auch  an  dem
Restbetrag  für  Ende  1910  etwa  in  demselben  Verhältnisse  beteiligt  sein
werden  wie  an  den  ursprünglichen  Ausleihungssummen,  läßt  sich
folgende  ungefähre  Verteilung  ausstellen:  Von  dem  Vermögen  der
Versicherungsträger  waren  Ende  1910  noch  angelegt:

a)

in

Arbeiterwohuhäusern

rund

267

Mill.  Mk.

*>)

„

Hospizen,  Ledigenheimen  usw.  .  .

„

16

„  „

c)

„

Krankenhäusern,  Heilstätten  usw.

„

83

„  „

d)

„

Einrichtungen  der  öffentlichen  Gesundheitspflege



„

129

„  „

e)

„

Einrichtungen  für  Volksbildungsund

  Erziehungszwecke  ....

„

66

„  „

f)

„

sonstigen  Wohlfahrtseinrichtungen  .

„

99

„  „

g)

„

Veranstaltungen  zur  wirtschaftlichen

Hebung  des  Platten  Landes  .  .

„

93

„  „

Die  Gruppe  der  „sonstigen  Wohlfahrtseinrichtungen"  enthält  ein
ziemlich  buntes  Gemisch  der  verschiedenartigsten  Verwendungszwecke,  deren
nähere  Zerlegung  für  die  Zwecke  unserer  Untersuchung  wünschenswert
gewesen  wäre,  aber  leider  nicht  durchführbar  ist.

1  Zu  den  sonstigen  Wohlsahrtseinrichtungen  sind  z.  B.  gezählt:  Bau  von  Gasund
  Elektrizitätswerken,  Straßen,  Straßenbahnen,  Talsperren,  Arbeiterkolonien,
Schwesterheimen,  Kinderbewahranstalten,  Kochschulen,  Volkstheatern  usw.
            
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