Full text: Untersuchungen über das Versicherungswesen in Deutschland

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I. Geschäftliche Versicherung. 
Weniger schnell und weniger gleichmäßig ist, mit den Gesamtein 
nahmen verglichen, die Steigerung des gefaulten von den Gesellschaften 
erzielten Gewinns vor sich gegangen. Aus je 1000 Mk. Gesamteinnahmen 
entfielen an Gewinn: 
Tabelle 18. 
1902 1903 1904 1905 1906 1907 1908 1909 
171 175 ’ 176 174 174 174 178 178 Mk. 
Die in Spalte 2 der Tabelle 16 angegebenen Gewinnbeträge sind 
den Bilanzen entnommen; es sind daher darin auch die Gewinne ent 
halten, die aus dem Betrieb anderer Versicherungszweige herrühren; sie 
belaufen sich aus durchschnittlich 4 Mill. Mk. im Jahre. Für das Lebcns- 
versicherungsgeschäft allein sind in den Gewinn- und Verlustrechnungen 
folgende Jahresüberschüsse nachgewiesen: 
Tabelle 19. 
ohne 
mit 
Jahr 
Versicherungseinrichtungen von Berufsvereinigungen 
Mk. 
Mk. 
1 
2 
3 
1902 
78 523 167 
78 967 063 
1903 
84 258 485 
86 050 463 
1904 
90 658 158 
92 426 101 
1905 
96 339 522 
97 571850 
1906 
102 523 360 
103 896 244 
1907 
111907 638 
113 867 743 
1908 
120 209 582 
121 791 160 
1909 
129 752 740 
131 523 612 
Inwieweit diese Gewinne an den aus Tabelle 16 ersichtlichen Gewinn 
abführungen im einzelnen beteiligt sind, kann nicht festgestellt werden- 
Es ist jedoch daran festzuhalten, daß der an die Versicherten fließende 
Gewinn fast ausnahmslos aus dem Lebensversicherungsgeschäft herrührt, 
mithin den Versicherten dieses Versicherungszweiges verbleibt. 
Gewinn aus Policenverfall. 
In den Überschüssen sind natürlich auch die Gewinne enthalten, die 
ihren Ursprung in der vorzeitigen Auflösung von Kapitalversicherungen 
auf den Todesfall haben. Soweit die große Lebensversicherung in Be 
tracht kommt, wäre es ein Irrtum, anzunehmen, daß sie bedeutend sind. 
Bei der heute meist gebräuchlichen Berechnung der Prämienreserve er-
	        
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