2. Feuerversicherung und andere Sachschadenversicherungszweige.
Von
Dr. S. Wertheimer-München.
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Wenn ich, der Aufforderung des Herausgebers folgend, für die vorliegenden
Untersuchungen die Bearbeitung der Feuerversicherung und
einiger anderer Schadenversicherungszweige übernahm, so verkannte ich
nicht die Schwierigkeiten, welche der Lösung der gestellten Aufgaben entgegenstehen.
Wenn auch die Veröffentlichungen des Kaiserlichen Aufsichtsamtes
für Privatversicherung einen großen Teil des Materials in zuberlässiger
und übersichtlicher Darstellung enthalten, so konnten doch nicht
alle zum Gegenstände der Untersuchung gemachten Fragen mit dem dort
Gebotenen beantwortet werden. Vielfach mußten die statistischen Zusammenstellungen
von Wallmann, Jranyi und anderen herangezogen oder die
Geschäftsberichte von Gesellschaften zu Hilfe genommen werden. Manchmal
allerdings mußte ich nach eingehender Prüfung des mir zur Verfügung
stehenden Materials mich mit der Feststellung begnügen, daß
eine Frage zurzeit nicht oder wenigstens nicht ohne sehr große Schwierigkeiten
und Kosten präzis gelöst werden kann. Nur soweit es die Grundsätze
einer wahrheitsgetreuen Statistik zulassen, habe ich in solchen Fällen
unter Angabe des Sachverhaltes zu Schätzungen meine Zuflucht genommen,
die meines Erachtens bei derartigen Untersuchungen nur eine untergeordnete
Bedeutung haben dürfen. Wo mir dieser Weg nicht angängig erschien,
habe ich es lieber bei einem non ligust bewenden lassen. Namentlich der
Ginfluß der Rückversicherung läßt sich nicht bis in alle Einzelheiten aufdecken.
I. Feuerversicherung.
Was den mir überwiesenen Hauptzweig, die Feuerversicherung anfügt,
so mußte ich bei den schwankenden Ergebnissen dieses Versicherungszweiges
meinen Untersuchungen einen größeren Zeitraum zugrunde legen.