mit der Hälfte begnügt und er hat dadurch Platz für
Gartenanlagen und Spielplätze gewonnen.
Die Bodenreformer haben den ersten Vorstoß in dieser
Sache schon unter meiner Leitung unternommen, als der
Landrat Stub enr a u < im Dezember 1891 eine neue
Bauordnung für eine Reihe von Berliner Vororten Er-
ließ und deswegen heftig in den Zeitungen angegriffen
wurde. Am 4. Januar 1892 hat die Versammlung statt-
gefunden, über deren stürmischen Verlauf ich auf S. 174
berichtet habe und in der Adolf Wagner erfolgreich mit
mir für die neue Bauordnung eingetreten ist. Die Miet-
kaserne ist damals von mir
da s Masssengrab des Arbeiterwohls
genannt worden. Ein Wort, das seit jener Zeit einen
Platz in der Wohnungliteratur erhalten hat. Jn einer
Eingabe an den Polizeipräsidenten Freiherrn v. R icht-
h o f en, die ich verfaßt hatte, ist verlangt worden, daß in
den äußeren Stadtteilen von Berlin die Höhe der Ge-
bäude auf drei Geschosse und die bebauungfähige Fläche
auf die Hälfte der Baustelle herabgesetzt werden follte.
Für Landhäuser, Fabriken und Arbeiterhäuser sollten be-
sondere Gebiete bestimmt werden. Man findet die Eingabe
im Anhang. Der Polizeipräsident, den ich deswegen be-
sucht habe, hat aber unsere Anträge als aussichtlos ange-
sehen. Von den Bodenreformern ist später in dieser
Sache nichts mehr unternommen worden. Es sind aber im
Laufe der Zeit an den Bauordnungen einige Verbesse-
rungen vorgenommen worden.
[E" entschlossenen Schritt haben die Behörden erst
ende 1925 unternommen. Am 1. Dezember 1925 ist
die neue Bauordnung für die Stadt Berlin inkraft ge-
treten, die wesentliche Verbesserungen gegenüber den bis-
herigen Vorschriften enthält. In dem von der plan-
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