burg für unsere Petition und einer zusstimmenden Rede
des Oberbürgermeisters B e n d er wurde jedoch beschlossen,
die Petition der Staatsregierung zur Berücksichtigung
zu überweisen. An den regelmäßigen Mitgliederversammlungen
haben von dieser Zeit an die Führer
der Bauhandwerker eifrig teilgenommen.
Im März 1892 hat eine. öffentliche Versammlung
stattgefunden, in der Dr. Leo Ar on s einen Vortrag
über die Fortschritte der Elektrotechnik und das Wasserrecht
gehalten hat. Er ist dafür eingetreten, daß der Staat
nach der großen Bedeutung, die die Wasserkräfte
durch die berühmte Kraftübertragung auf 175 km Entfernung
von Lauffen am Neckar bis Frankfurt a. M. für
die Krafterzeugung gewonnen hatten, die Herrschaft darüber
nicht der Spekulation überlassen dürfe. Eine von
dem Vortragenden ausgearbeitete Eingabe ist demnächst
an die zuständigen Stellen abgeschickt worden. Man findet
sie im Anhang. Es ist darin der Wunsch ausgesprochen
worden, bei der bevorstehenden Neuregelung
des Wasserrechts in Erwägung zu ziehen:
ob es sich nicht empfiehlt, die gesamten Wasserläufe in den
Besitz des Reiches (oder doch wenigstens der Einzelstaaten) zu
nehmen, um auf diese Weise eine möglichst rationelle Ausbeutung
derselben zu ermöglichen und den durch die Fortschritte
der Technik gewonnenen Zuwachs des Nationalreichtums
nicht einzelnen zufälligen Besitzern, sondern der Gesamtheit
der Nation zugute kommen zu lassen.
1{~ 10. Mai 1892 hat im Festsaal der Ressource in der
Kommandantensstraße 57 in Berlin unter Beteiligung
von etwa 300 Teilnehmern ein Bundesfest stattgefunden,
dessen Leitung Rechtsanwalt Berg, Rittmeister
Reinicke und Max Roß übernommen hatten, und das
eine der schönsten Veranstaltungen des Bundes gewesen
ist. Die Inschrift auf den mit Blumen umrankten Pa-1992