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VI. Kapitel.
1. Selbstverständlich muß ein Banksystem, bevor es in Anwendung
kommt, ausgedacht und entwickelt werden. Die Erfindung des Bank
wesens hat die Depositenumlaufsmittel möglich gemacht, und ihre An
nahme hat zweifellos zu einer großen Zunahme in Depositen und infolge
dessen zu einer Steigerung der Preise geführt. Auch im letzten Jahrzehnt
hat die Ausdehnung der Depositenbankgeschäfte in den Vereinigten Staaten
einen außerordentlich großen Einfluß nach dieser Richtung ausgeübt. In
Europa befindet sich das Depositengeschäft noch im Anfangsstadium.
2. Das „Belasten“ geht öfter einer Zahlung per Scheck als einer
solchen in bar voraus. Wenn einem Kunden seine Verbindlichkeiten
nicht „belastet“ würden, so bezahlte er in bar und nicht per Scheck 1 ).
Die letzte Wirkung dieses Verfahrens ist daher, daß das Verhältnis
der Scheckzahlungen zu Zahlungen in bar (A! zu A) und das Verhältnis
der Depositen zu dem disponiblen Bargelde (G' zu G) erhöht und folglich
eine Zunahme im Umfange der Kreditumlaufsmittel herbeigeführt wird,
den eine gegebene Geldquantität aufrechthalten kann.
Diese Wirkung, die Substitution von Schecks für Zahlungen in bar,
ist aller Wahrscheinlichkeit nach das wichtigste Ergebnis des „Belastens“,
und sie übt einen gewaltigen Einfluß auf das Steigen der Preise aus.
VI. Kapitel.
Indirekte Einwirkungen.
(Fortsetzung.)
§ 1.
Wir haben nun diejenigen Einwirkungen außerhalb der Verkehrs
gleichung in Erwägung gezogen, die den Umfang des Handels (die Q), die
Umlaufsgeschwindigkeit des Geldes und der Depositen (U und IV) und die
Quantität der Depositen (G') berühren. Die gesonderte Behandlung der
äußeren Einwirkungen, welche die Quantität des Geldes (G) betreffen, blieb
für dieses und das folgende Kapitel Vorbehalten. Die Haupteinwirkungen
können wie folgt klassifiziert werden:
1 ) Andrew, „Credit and the Value of Money“. Sonderabdruck von Papers and
Proceedings of the Seventeenth Annual Meeting American Economic Association, Dezember