In vielen Fällen tritt auch von Fabriken und Industriewerken der
Wunsch nach Untersuchung und Prüfung von Anstrichmitteln aller
Art, besonders wenn es sich um Neuerungen handelt, an das Forschungsinstitut
heran. Die Materialprüfungsstelle übernimmt auch
diese Untersuchungen, sofern sie im direkten Interesse des Malergewerbes
liegen,
Um einen kurzen Einblick in die Tätigkeit der Materialprüfungsstelle
und ihre Arbeitsweise zu geben, sind im folgenden einige Untersuchungsberichte
und Gutachten wiedergegeben.
Aus der Praxis der Materialprüfungsstelle für das
Malergewerbe
Forschungsinstitut für Karlsruhe,
rationelle Betriebsführung im Handwerk,
Abt. Materialprüfung,
Untersuchungsbericht,
Probe zur Untersuchung: Rotbraune Farbe (Pulver);
eingesandt von; Maler-Einkaufs-Genossenschaft M,
Untersuchungsergebnis:
Die Analyse der Farbe ergab Eisenoxyd mit Spat- und Kreideverschnitt
und zwar:
Eisenoxyd . . . * 50,2 %
Kreide. A a A
Spat A ET
99,2 %
Anstrichproben auf Holz mit reinem Leinölfirnis ohne Zusatz von
Sikkativ klebten nach 24 Stunden noch stark. Bei einem normalen
Zusatz von Sikkativ war der Anstrich nach 24 Stunden bis auf einige
kleine Stellen getrocknet. Es ist bekannt, daß Eisenoxyd sowie Kreide
als Ölfarben verhältnismäßig schwer trocknen und immer Sikkativzusatz
erfordern, Die Trockenfähigkeit der vorliegenden Farbenprobe
kann deshalb nicht als abnormal bezeichnet werden, Die Farbe
selbst ist bei ihrer guten Deckkraft und nach ihrer Zusammensetzung
nicht zu beanstanden, sofern diese nicht einer besonderen Vereinbarung
oder Lieferbedingung widerspricht.
Forschungsinstitut für Karlsruhe.
rationelle Betriebsführung im Handwerk.
Abt. Materialprüfung,
Untersuchungsbericht,
Probe zur Untersuchung: Rostschutzfarbe und Leinölfirnis;
eingesandt von: Herrn Malermeister M. in W.
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