von Vaterland und Grenze, über die wünschenswerte Abschaffung
der Territorialstaaten und ihre Ersetzung durch völkische Kulturgemeinschaften,
über die Ersetzung der auf Zwang beruhenden
Gemeinschaften durch solche der freiwilligen Unterwerfung bei
passender Gelegenheit näher einzugehen. Er könne hier nicht die
ganze antikratische Lehre erläutern. Vielleicht würde man ihm
durch Beraubung seiner persönlichen Freiheit die hierzu erforderliche
Muße geben. Er hoffe, nicht gleich erschossen zu werden, da
das neue Deutschland ihn nach dem Kriege noch notwendig
brauchen werde. Er wolle noch bemerken, daß er sich des Ungewöhnlichen
dieser Art des schriftlichen Verkehrs mit der Militärbehörde
durchaus bewußt sei und verwahre sich entschieden dagegen,
daß hieraus etwa eine geistige Anomalie hergeleitet werden
solle. Er sei gern bereit, jede Prüfung auf seinen Geisteszustand
siegreich zu bestehen. Wenn heute von Verrückten die
Rede sein könne, dann seien diejenigen die Verrückten, die sich am
Wahnsinn des Weltkrieges beteiligten, einerlei, welchem Volke sie
angehörten.
Zufälligerweise schreibe er diesen Brief am Tage der Erstürmung
der Bastille. Dieser Tag habe zwar auf der einen Seite
die Pöbelherrschaft und die Demokratie, die levées en masse
und die allgemeine Dienstpflicht ~ kurz, die Vergewaltigung des
Einzelnen durch die Masse im Interesse der Masse gebracht, er
habe aber trotz allem die Morgenröte einer neuen Ära der Freiheit
gebracht und so nähme er ihn als gutes Omen in seinem
Kampfe um die Erringung der Gewissensfreiheit nicht nur in
religiösen und politischen, sondern auch in nationalen Dingen.“
Der Zweck, den der Verfasser des vorstehenden Briefes verfolgte,
war der, für seine Ideen Propaganda zu machen, und zwar
einmal bei der Militärbehörde, dann aber auch beim großen
Hübner, Über Wahrsager.
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