Publikum. Letzteres sollte durch seine Verhaftung auf ihn aufmerksam
werden. Er wollte der Märtyrer seiner Ideen werden.
Daß diese Gedankengänge der Kritik nicht standhalten, brauche
ich nicht besonders auszuführen.
Ich habe den X. nun gefragt, warum er sich für so besonders
geeignet zur Propagierung seiner Lehre hielte und warum er
glaubte, daß seine Verhaftung die Öffentlichkeit besonders erregen
würde.
Eine brauchbare Antwort auf diese beiden Fragen konnte er
nicht geben. Er war auch nicht imstande zu begründen, warum er
gerade zu jener Zeit den Streit mit dem Militarismus vom
Zaune gebrochen hatte. An seine Eignung zum Märtyrer und an
die Durchführbarkeit seiner politischen Ideen glaubte er aber trotdem
unerschütterlich weiter.
Wie wenig er zum Volksbeglücker in Wirklichkeit geschaffen
war, ergab die weitere körperliche und geistige Untersuchung.
Er war lungenkrank, schielte, sah unterernährt und vernachlässigt
aus. Psychiatrisch war er als schwer Entarteter zu bezeichnen.
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Unter den reinen Philosophen und Religionssstiftern, die
namentlich auch für den ewigen Frieden plädierten, fanden sich
Landarbeiter, Handwerker und kleine Kaufleute, die die Anregung
und wesentlichste Vorbildung zu ihrer Mission meist aus
einigen öffentlichen religiösen oder politischen Versammlungen
geschöpft hatten und nun unter Zuhilfenahme von philosophischen
Büchern, die ihnen zufällig in die Hände geraten waren und
namentlich aus der Bibel ihre Systeme konstruierten. Alle arbeiteten
mit reichlichen Zitaten. die häufig in ganz kritikloser Weise
aus dem Zusammenhang herausgerissen waren.
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