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schaft sind, aber zur Vermehrung der volkswirtschaftlichen Güter
unmittelbar nichts beitragen. Man stoße sich nicht an der Härte
des Ausdrucks, wenn wir diese Gruppe als diejenige der unproduk
tiven Arbeiter bezeichnen. Ohne den Richter, den Lehrer, den
Verkehrs- und Verwallungsbeamten, den Soldaten, ist gewiß der
Bestand unserer Gesellschaft unmöglich, aber trotzdem erkennt man
auf den ersten Blick den Unterschied, der zwischen dieser Kategorie
von Burgern und den eigentlichen Erwerbsständen, dem Ackerbauer,
dem Bergmann, dem gewerblichen Arbeiter, dem Kaufmann (der
für die notwendige Güterverteilung sorgt) usw., besteht. Die Gesamt
arbeit einer Nation zerfällt also in zwei Klassen, von denen die
eine dazu dient, den Bestand an solchen Gütern zu sichern, die zur
Versorgung des Volkes notwendig sind, während die andere sich der
Ordnung der Produktion selbst anzunehmen hat.
Hieraus ergibt sich weiterhin, daß die Lebensbedürfnisse der
zweiten Klasse in irgendeiner Art durch den Ueberschuß der Arbeit
der ersten Klasse gedeckt werden müssen, woraus sofort der zweite
Schluß zu ziehen ist, daß natürlich die Zahl der unproduktiven
Arbeiter stets innerhalb gewisser Schranken bleiben muß. Kommen z. B.
auf zehn Einwohner acht produktive und zwei unproduktive Arbeiter,
so ist es leicht möglich, daß das Mehrerträgnis der von den acht
produktiven Arbeitern geleisteten Arbeit dazu verwandt wird, um
die Bedürfnisse der beiden unproduktiven Arbeiter zu decken, was
bekanntlich auf dem Wege geschieht, daß der Staat von der produk
tiven Arbeit ein Mehr an Steuern erhebt, das er dazu verwendet,
um Gehälter oder sonstige Einnahmen für die unproduktiven Arbeiter
zu beschaffen. Würde aber etwa die Zahl der unproduktiven Arbeiter
des Beamtenheeres, der Wehrmacht oder sonstiger Gruppen, die
keine für die Volksgemeinschaft nützliche Arbeit leisten, z. B. der
Arbeitslosen, oder auch solcher Arbeiter — wir kommen daraus zu
rück —, welche gezwungen sind, für das Ausland zu arbeiten, eine
gewisse Höhe übersteigen, so daß vielleicht auf zehn Einwohner vier oder
fünf unproduktive Existenzen kommen, so würde es selbstverständlich
nicht möglich sein, aus dem Erträgnis der produktiven Arbeit die
Bedürfnisse der anderen Kategorie zu bestreiten. Noch fehlt es an
einer wissenschaftlichen Feststellung, wieweit etwa die Belastung des
Wirtschaftskörpers in dieser Richtung gehen kann. Wir wissen,
wie schwer schon heute die Ausdehnung der Beamtenschaft den
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