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* gerechtfertigt haben, da ihn Calixts Nachfolger Pius II. am
5. Juli 1459 wieder als Kollektor auf stellt 1 ). In dem nämlichen
Schreiben bestätigt der Papst die Firma Paumgartner in Nürn
berg von neuem als Sammelstelle der eingehenden Türkengelder
und wies in einem Breve vom 30. Juli 1459 auch den Kurfürsten
von Sachsen an, die noch nicht abgelieferten Kreuzzugsgelder
an die apostolische Kammer oder an Paumgartner abzuschicken 2 ).
Die genannten Urkunden zeigen, dass Paumgartners
Name in Rom nicht unbekannt war. Anderweitige Nachrichten
bestätigen dies. Im Jahre 1458 ff weilte der Kaplan und spätere
Protonotar des päpstlichen Stuhles, Thomas Pirkheimer,
mehrmals an der Kurie, um für die Herzoge Albrecht, Wolf
gang und Christoph von Bayern, die sich dem geistlichen Be
rufe widmen sollten, Bullen und Dispensationen zu erwirken 3 ).
Nach Regensburg, wo er Geistlicher war, zurückgekehrt, be
richtet Pirkheimer in einem Schreiben den Herzogen Johann
und Sigismund über den Erfolg seines römischen Aufenthaltes 4 ).
Er gibt unter anderem den Rat, man solle das Geld für die er
langten Bullen nicht direkt nach Rom senden, sondern von
Anton Paumgartner zu Nürnberg Wechselbriefe nehmen
und diese auf Christoph Schachner, einen geborenen Bayern,
der sich in Rom aufhalte, ausstellen lassen. Schachner werde
dann die Bullen herausbringen. Dem Paumgartner gebe man
für je 100 Dukaten 135 fl 5 ). Ob Paumgartner einen Vertreter
in Rom hatte — vielleicht den genannten Schachner — oder
ob der Wechsel bei einem mit Paumgartner befreundeten
römischen Bankhaus eingelöst wurde, muss aus Mangel an
weiteren Belegen dahingestellt bleiben. Jedenfalls aber zeigen
9 Dipl. Norv. XVII Urk. Nr. 638. Mit der Revision der Ange
legenheit des Marinus betraute Pius II. den Propst von Nürnberg Johannes
Lochner (Dipl. Norv. XVII Urk. Nr. 634).
9 Fontes rerum Austriacarum II, 42 S. 283.
3 ) Riezlef: Geschichte Bayerns III S. 462 ff. Eine kurze
Uebersicht über den interessanten Lebensgang dieses Thomas Pirk
heimer gibt Arnold R e i m a n n: Pirkheimer-Studien (Dissertation 1900).
Leider liegt nur die Inhaltsübersicht der Thomas Pirkheimer betref
fenden Kapitel der Arbeit vor.
4 ) München, Reichsarchiv: Fürstensachen Nr. 250. Das Schreiben,
, datiert regensburg am mitwoch vor thome, gehört wohl ins Jahr 1460.
6 ) Die Fugger, die später ähnliche Wechselgeschäfte machten, be
rechneten für 100 Dukaten 134 fl minder 1 ort. (Max J a n s e n: Anfänge
der Fugger S. 52.)
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