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mungen gezwungen, sich zum Teile auf die Herstellung 
anderer Erzeugnisse umzustellen. Dasselbe gilt auch von 
der Waggonindustrie, die gleichfalls von den wechsel- 
vollen Chancen des Exports abhängt. So konnten die 
Lokomotivfabriken an Lokomotiven, Tendern und Unter- 
gestellen in den Jahren 1924 bis 1927 110, 42, 85 bzw. 
25 Stück ausführen, die Waggonindustrie an Güterwagen 
ınd Untergestellen im selben Zeitraum 165, 183, 205 
bzw. 206. 
Auch von der Maschinenindustrie der alten 
Monarchie, die nahezu zur Gänze durch Inlandsaufträge 
beschäftigt war, hat Oesterreich den überwiegenden Teil, 
vor allem die kleineren und mittleren Betriebe über- 
nommen. Dieser Industriezweig ist durch die politische 
Neugestaltung insofern schwer getroffen worden, als er 
einerseits des größeren Teiles seines früheren inlän- 
dischen Absatzmarktes beraubt wurde, anderseits infolge 
der wirtschaftlichen Verhältnisse der ersten Nachkriegs- 
ahredie Investitionstätigkeit dermaschinenverbrauchenden 
Ndustrien sehr gering und somit auch die Absatzmög- 
ichkeit im Inlande stark eingeschränkt war. Die Ööster- 
’eichische Maschinenindustrie war daher gezwungen, sich 
nit dem überwiegenden Teile ihrer Produktion auf den 
Export umzustellen, in welchem Bestreben sie infolge der 
nohen Schutzzölle des Auslandes und der Konkurrenz 
der stark entwickelten und hodhı spezialisierten deutschen 
MVaschinenindustrie den ernstesten Widerständen begeg- 
üete, Immerhin hat auch dieser Industriezweig seit dem 
Jahre 1923 einen zunehmenden Fortschritt zu verzeichnen, 
der vor allem auf das Wiedereinsetzen der Investitions- 
ätigkeit der Inlandsindustrien zurückzuführen ist, während 
lie Exportziffern nur eine geringfügige Veränderung er- 
ahren haben. Der Wert der Einfuhr betrug 1925 bis 
927: der Außenhandelsstatistik zufolge 536, 55°5 bzw. 
47 Millionen Schilling, der der Ausfuhr im gleichen 
/eitraum 715, . 66°6 bzw. 70 Millionen Schilling. Die 
“lektrizitätsindustrie Oesterreich-Ungarns wurde 
ıahezu zur Gänze von Oesterreich übernommen. Wenn 
jieser Industriezweig eine günstigere Entwic- 
ung aufweist, als die übrigen Branchen der eisen- und 
netallverarbeitenden Industrie, so ist dies wohl in erster 
inie darauf zurückzuführen, daß der Ausbau der 
Vasserkräfte und die steigende Verwendung von Elek- 
rizität ihm eine bessere Beschäftigungsmöglichkeit im 
nlande verschafften und daß er infolge seiner weit- 
‚ehenden Spezialisierung und großen Leistungsfähigkeit 
mstande war, seine Stellung auf dem Weltmarkte zu 
‚ehaupten. Die Ausfuhr an elektrischen Maschinen und 
\pparaten hat in den Jahren 1925 bis 1927 58'8, 587 und 
52'6 Millionen Schilling betragen. 
Finen bedeutenden Aufschwung hat in den Nachkriegs- 
ahren die Glühlampenerzeugung genommen, 
lie gleichfalls stark für den Export beschäftigt ist. Die 
\usfuhr an Glühlampen hat folgende Werte erreicht: 
025 17,954.000 Schilling, 1926 19,901.000 Schilling. 
927 21,039.000 Schilling. . 
Der Holzreichtum der Alpengegenden hat schon vor 
lem Kriege die Entwicklung einer bedeutenden hol z- 
zerarbeitenden Industrie in den Ländern des 
ıeutigen Oesterreichs begünstigt. Im Rahmen dieses 
Karbidwerk Deutsch-Matrei
	        
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