Full text: Die deutsche Kali-Industrie 1930

Kaliwerke Salzdetfurth Aktiengesellschaft in Bad Salzdetfurth 
Schacht I (am Ortberge) hat eine Teufe von 920 m. 
Auf diesen Schacht ist die gesamte Förderung kon- 
zentriert. Fördersohle bei 774 m. Der Schacht ist 
mit neuer, 1930 in Betrieb genommener elektrischer 
(Ugner-Fördermaschine für 166 t Stundenleistung 
und mit modernen Anlagen über und unter Tage 
ausgerüstet. Die geförderten Kalisalze werden zur 
Vermahlung und : Verarbeitung der gemeinsamen 
Rohsalzmühle und Chlorkaliumfabrik durch eine 
Kettenbahn zugeführt, 
Schacht II hat eine Teufe von rd. 800 m. Er ist mit 
ainer elektrischen Illgner-Fördermaschine von 1384 t 
Stundenleistung und wie Schacht I mit modernen 
Anlagen über und unter Tage und mit einer Ketten- 
oahn zur Mühle und Fabrik versehen. Der 
Schacht II ist Reserveanlage und dient zur Wetter- 
führung. 
Schacht HI (am Salzberge) hat eine Teufe von 828 m 
und ist mit einer elektrischen Fördermaschine von 
30 to Stundenleistung ausgerüstet. Die Tagesanlaren 
sind neuzeitlich eingerichtet. Die Kalisalze werden 
2, Chlorkaliumifabrik, 
Anlagen: Die Fabrik stellt hochprozentiges Chlorkalium und 
als Nebenprodukt Brom und Chlormagnesium her. 
Sie ist in den Jahren 1922—1924 einer vollständigen 
Modernisierung unterzogen, und die neuzeitlichsten 
Erfahrungen wurden zur Erzielung einer bedeutenden 
3. Zentralwerkstatt. 
Anlagen: Ausgestattet mit vielen neuzeitlichen Hilfs- 
maschinen, sorgt die Zentralwerkstatt, für die Instand- 
% Gebäude, 
Auf dem Werksgrund besitz nahe Bahnhof Bad Salzdetfurth 
befindet sich noch das Verwaltungsgebäude, während 
38 Beamtenwohnungen in eigenen Häusern sowie eine 
Arbeiterkolonie mit 80 Wohnungen in der Nähe der 
Werksanlagen vorhanden sind. 
mittels einer Drahtseilbahn nach Schacht I und von 
la durch eine Kettenbahn nach der Mühle und 
Fabrik befördert. 
Schacht I, I und III sind miteinander durech- 
schlägig. 
erksanlagen: Auf den Werksanlagen unmittelbar am 
Bahnhof Bad Salzdetfurth werden die geförderten Roh- 
zalze, aus hochprozentigen Sylviniten und Carnalliten 
vestehend, entweder in der für alle drei Schachtanlagen 
gemeinsamen Chlorkaliumfabrik verarbeitet oder in der 
gemeinsamen Rohsalzmühle für den Versand fertig- 
zemacht. Umfangreiche Speicher und Verladeeinrich- 
;ungen sorgen für einen geregelten Betrieb in Zeiten 
starken Versandes. 
Zur Versorgung der gesamten Schacht- und Fabrik- 
anlagen mit ‚elektrischem Licht- und Kraftstrom be- 
steht eine eigene 
Atektrische Zentrale: etwa 3750 kW Leistung. Der Ab- 
dampf der Turbinen wird in der Chlorkaliumfabrik zu 
Lösezwecken ausgenutzt. 
Srhöhung der Leistungsfähigkeit sowohl als auch zur 
weitgehenden Mechanisierung des Betriebes ange- 
wendet. Für die Lagerung der Fabrikate bestehen 
zroße Vorratsspeicher, welche mit leistungsfähigen 
Verladeeinrichtungen versehen sind. 
aaltung der zahlreichen Maschinen, Betriebseinrichtungen 
ınd Apvaratur. 
Eine Konsumanstalt sorgt für Belieferung der An- 
gestellten und Arbeiter mit guten und preiswerten 
Lehensmitteln und Wirtschaftsbedürfnissen. 
Beteiligungen. 
I. Gewerkschaft Braunsehweig-Lüneburg zu Grasleben (Kreis Helmstedt). 
Anzahl der Kuxe: 1500. Sonstiger Besitz: Drahtseilbahn; Schmalspurbahn, Eisen» 
Größe der Gerechtsame: 96 530 048 qm, (etwa 52 Felder). bahnanschluß. 
Lage der Felder: Kreis Helmstedt. Absatz: 1929 
Bohrungen; 5 steinsalzfündig. Steinsalz .....0.0.0002 0.01 +. t 183600) 
Schacht: begonnen 1910, az a 2 Schacht- Ausbeute: 1926 1927 1928 1929 
„anlagen ‚Grasle und „Heidwinkel‘“. Rmk, pro Kuxe ... 200 2160 175 300 
Förderung: seit 1913, we . . 
Camnallit, Sylvinit, Hartsalz, Beteiligung: 821 Kuxe (500 Kuxe beim Braun- 
Anlagen: Chlorkaliumfabrik: Mühle, schweigischen Staat). 
Gebäude: Zuote am 1. 1, 1930; Tausendstel 
2 Direktionswohnhäuser; Irasleben . . .. 3.9964 
8 Beamten- und Arbeiterwohnhäuser. Heidwinkel 3.5025 
Bemerkung: 31. Dezember 1925 stillgelegt als Kali- Steinsalz betrieben, während die Quoten in Kali- 
werk mit Wirkung ab 1. Juli 1924 bis Ende 1953. salzen auf die Kaliwerke Salzdetfurth zur Lieferung 
Es wird nur die Förderung und Aufbereitung von übertragen sind. 
2, Kaliwerke Aschersleben in Aschersleben (s. a. direkt). 
Gegründet: 14, Oktober 1889 ; x 
Anitale ) : Anlagen und sonstiger Besitz: siehe unter ‚„Kaliwerk 
Kapital: Rmk. 22 000 000.— Stammaktien, Aschersleben in Aschersleben“ direkt, werk 
Rmk. 324 000.— Vorzugsaktien. Dividenden: 1925—1929 — je 10%. 
Zeteiligung: 40%.
	        
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