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Maße gestiegen, als bei dem intensiven Wirtschaftssystem. Die
Vervollkommnung der landwirtschaftlichen Maschinen und Geräte,
die Verbilligung des Transportes, die neuen Methoden der
Samenkultur usw. bewirken einen kolossalen Fortschritt in der
Verbilligung der Getreideproduktion. Der extensiven Wirtschaft
kam aber all dies noch mehr zugute als der intensiven.
IV.
Oben haben wir schon erwähnt, daß die Bevölkerung zu allen
Zeiten danach strebte, den Boden extensiv auszunutzen. Der
Übergang zur intensiven Wirtschaft vollzog sich, weil eine weitere
Ausdehnung der Ansiedlung durch die Nachbarn verhindert wurde.
Die intensive Bodenkultur besteht darin, daß der Landwirt auf
demselben Grundstück mehr Arbeit aufwendet, um einen höheren
Ertrag zu erhalten. Ich habe schon darauf hingewiesen, daß die
Bevölkerung in den landreichen Gegenden zur intensiven Kultur
übergegangen wäre, wenn die weiteren Arbeitsaufwände produktiver
als die auf dem neuen Boden wären. Einige Nationalökonomen
nehmen an, daß die Nomaden nur infolge ihrer Unwissenheit
Viehzucht betreiben, oder daß die Ansiedler in Sibirien
aus demselben Grunde ausschließlich extensiven Kornhau treiben.
Aber auch die auf einem höheren Kulturniveau stehenden
Engländer haben in Australien ein extensives Wirtschaftssystem;
ebenso machen die Amerikaner in den dünnbevölkerten
Steppen von den Ratschlägen der verehrten Agronomen selten
Gebrauch.
Also die neuen Kapitalaufwände auf denselben Ländereien, die
hei einem intensiven Betriebe notwendig sind, werfen einen geringeren
Ertrag ah, als die früheren. Nur in dem Falle, daß
weitere Kapitalaufwände zur Einführung landwirtschaftlicher
Maschinen und verbesserter Geräte gemacht werden, steigt die
Arbeitsproduktivität.
Aber die Anwendung von Maschinen bedeutet doch keinesfalls
eine intensive Bodenbestellung. Wir müssen den technischen
Fortschritt von der intensiven Bodenbestellung streng unterscheiden.
Der erstere bedeutet eine Verminderung der Arbeit pro
Masslow, Die Theorie d. Volkswirtsch.