fullscreen: Reis

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Düngung mit leicht löslichen Stickstoffverbindungen. Der Reis 
verlangt sowohl Nitrate als auch Ammoniumsalze, letztere aber 
— in Anpassung an sein Wasserleben — wahrscheinlich mehr; 
doch sind die Untersuchungen darüber noch nicht abgeschlossen 
(98, 5. 285; 78; 105, S. 35—41; 43, S. 21,22; 48a). In Italien hat 
man in neuerer Zeit mit ausgezeichnetem Erfolge, besonders auf 
alten Reisböden und solchen, die fortgesetzt unter Reis stehen, 
Kalkstickstoff (Calciumcyanamid) verwendet (43, S. 315). Orga- 
nischer Dünger (Stallmist, Fäkalien, Blutmehl und Heornmehl 
in Italien, Gründüngungspflanzen) ist im allgemeinen als aus- 
reichende Stickstoffquelle anzusehen. 
Der Bedarf des durch Reisbau intensiv ausgenutzten Bodens 
an Kali ist meist geringer als der an Stickstoff oder gar an 
Phosphorsäure. Bei hinreichender Düngung mit organischen 
Düngern wird, wenn man es nicht mit einem geradezu kaliarmen 
Boden zu tun hat, meist eine Beidüngung von Phosphaten ge- 
nügen. ‘Das Kali zeigt kaum eine Wirkung auf das vegetative 
Wachstum des Reises; es macht aber das Korn schwerer und 
gibt ihm ein feineres Aussehen. Kali muß vor der Feldbestellung 
verabreicht werden. In Louisiana hat man gefunden, daß Kali- 
düngung nur ein Jahr lang wirkt. 
Hervorragend ist der Einfluß, den die Phosphorsäure auf 
den Ertrag des Reises ausübt. Aus Versuchen, die O0. Kellner 
in Japan angestellt hat, ergab sich, daß selbst durch starke Dün- 
gung mit Stickstoff und Kali ohne Phosphorsäure der Ertrag 
überhaupt nicht gesteigert wurde, daß dagegen durch 50 kg 
Phosphorsäure pro Hektar eine Ertragssteigerung von 2000 kg 
Körnern und durch 150 kg Phosphorsäure pro Hektar eine weitere 
Steigerung um 800—1000 kg bewirkt wurde. Aus Italien werden 
als besondere Nachteile ungenügender Phosphatdüngung an- 
gegeben: spätes Reifen, geschwächte Widerstandskraft gegen 
Krankheiten, mangelhafter Körneransatz. Auch in Java hat 
man die Erfahrung gemacht, daß Phosphorsäuredüngung eine 
erhebliche Beschleunigung des Reifens herbeiführt. In Italien 
wird auf tonigen Böden allgemein Superphosphat und Thomas- 
schlacke, auf weniger. fruchtbaren Böden auch Knochenmehl
	        
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