Object: Das Hotel- und Gastgewerbe

WICHTIGE KLEINIGKEITEN IM HOTELZIMMER SIND GUTE WERBEHELFER 469 
acht Jahren mit fast fieberhaftem Eifer eingebaut. Ob damit 
dem Hotel selbst und auch den Gästen auch wirklich immer 
gedient wurde, ist eine andere Frage. Da infolge des Geld- 
mangels bei der Installation oft über Gebühr gespart wurde, so 
haben sich sehr rasch empfindliche Schäden eingestellt, die in 
manchen Hotels schon zu bösen Sorgenkindern wurden. 
Entweder stellen sich oft genug Störungen im Betrieb ein, 
die unangenehm und für die Gäste belästigend sind, oder die 
Wasseranlage, der die Bauweise des alten Hauses nicht günstig 
war, hat allerlei Mucken und Launen, insbesondere die der 
belästigenden Geräusche zu unrechter Zeit, oder Rohrleitungen 
und Waschtoiletten sind von geringster Qualität gewählt worden 
und beweisen dies im Gebrauch durch ununterbrochene 
Reparaturbedürftigkeit. 
Ist aus diesen Gründen die Heißwasseranlage schon mit 
keiner ungetrübten Freude zu genießen, so hat sie noch einen 
anderen Übelstand mit sich gebracht, den der Gast sehr störend 
empfindet. Es ist die Unmöglichkeit, ohne Gliederverrenkungen 
ein Fußbad zu nehmen, beziehungsweise in der Sommerfrische 
nach ermüdenden Spaziergängen die Füße zu pflegen. Eine 
Beschreibung der technischen Schwierigkeiten des Fußbades 
bei Warmwassereinrichtung ist wohl überflüssig, denn jeder 
Leser hat das sicher schon selbst erlebt. Deshalb sollte in keinem 
gepflegten Hotelzimmer ein Becken fehlen, das dem Gast ohne 
turnerische Leistungen die Fußpflege ermöglicht, 
Vielleicht ließe sich das in Kombination mit einem anderen 
Apparat schaffen, der ebenfalls wichtig ist und doch in den 
meisten Hotelzimmern durch Abwesenheit glänzt. Ich meine 
das Bidet. Dieses, beziehungsweise das Becken dazu, ließe sich 
wohl so konstruieren, daß es, aus dem Gestell genommen und 
auf die Erde gestellt, sehr gut auch als Fußbadewanne dienen 
könnte. Die einschlägigen Fabriken sind hiermit eingeladen, 
über diese Anregung nachzudenken, Sie nützen sich selbst, wenn 
sie praktische und preiswerte Geschirre auf den Markt bringen, 
entweder nur Fußbadewanne für Räume mit fließendem 
Wasser. oder eine Kombination von Bidet und Fußbadewanne. 
Dabei will ich an eine originelle Tatsache erinnern. Jahrelang 
hat man die Abflußhähne für das kalte und heiße Wasser so 
über, beziehungsweise in das Becken hineinmontiert, daß es für 
den Gast absolut unmöglich war, das Gesicht oder den Kopf in
	        
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