Full text : 10 Jahre Wiederaufbau

durch die Schaffung eines Raumes für Lichtbildvorführungen
 und Bewilligung eines Kinoapparates eine
erwünschte Ausgestaltung. Die von Prof. Chvostek
geleitete IH. medizinische Klinik, der bereits Räume
zur Unterbringung einer Röntgenstation, der Bibliothek
 und des Laboratoriums zugewiesen wurden

Antropol. Institut Universität Wien, Van Swietengasse

wird nunmehr auch eine modern eingerichtete Fuberkulosestation
 erhalten, die noch im Herbst dieses
Jahres belegt werden soll.
Die Assanierung der Klinik für Ohren-, Nasenand
 Halskrankheiten (Prof. Dr. Neumann) wurde
im Vorjahre vollendet. Ebenso konnte mit Beginn
des Studienjahres 1027/28 das zahnärztliche Institut
in seine neuen Räume im ehemaligen Garnisonsspital
 Nr. I übersiedeln. Beide Institute wurden unter
Aufwendung namhafter Mittel ganz modern ausgestaltet
 und bildeten neue Zierden der Wiener medizinischen
 Fakultät, die es mit allen analogen Instituten
;Jes Auslandes aufnehmen können.
Weiters wird durch die Übersiedlung des medizinisch-chemischen
 Institutes aus dem Allgemeinen
Krankenhaus in das von Ferstel erbaute, freistehende
schöne Gebäude in der Währingerstraße Nr. 10,
dessen Adaptierung für diesen Zweck der Vollendung
 entgegengeht, dem Raummangel des pathologisch-anatomischen
 Institutes (Prof. Dr. Maresch)
abgeholfen und letzterem die Möglichkeit würdiger
Unterbringung seinesteilweise von Rokitanskv stammenden
 Museums geboten.
An der Universität in Graz wurden an der dortselbst
 im Anna-Kinderspital untergebrachten Kinderklinik
 (Prof. Hamburger) Adaptierungen vorgenommen
 und es ist auch der Zubau eines neuen
Hörsaals fertiggestellt. Ferner wurde das dortige zahnärztliche
 Institut mit erheblichen Kosten. neu ausgestaltet.
 Der Ausbau der räumlich beengten otolaryngologischen
 Klinik (Prof. Zange) ist bereits zugesagt
und wird im nächsten Jahre in Angriff genommen
werden.
An der Universität in Innsbruck ist die bauliche

\usgestaltung der vom Prof. Dr. Ranzi geleiteten
:hirurgischen Klinik in Angriff genommen worden,
lie in absehbarer Zeit vollendet werden wird. Eben-;o
 wurde mit den Arbeiten zur Assanierung des
athologisch-anatomischen Institutes daselbst bereits
begonnen.
Auch für die bessere Unterbringung einer Reihe
von Instituten und Lehrkanzeln der philosophischen
Fakultäten der drei Universitäten ist Vorsorge ge-;roffen
 worden. Hier soll nur hervorgehoben werden,
laß die großen Neubauten für die physikalischen
and chemischen Institute an der philosophischen
 Fakultät in Wien vollendet, den Anforderunzen
 der Neuzeit entsprechend eingerichtet und dem
Studienbetriebe übergeben wurden. Ebenso wurden die
chemischen Universitätsinstitute in Gra?
und Innsbruck unter Aufwand bedeutender Kosten
den modernen Anforderungen angepaßt.
DIE STUDIEN
Medizin.
Nicht minder einschneidende Veränderungen hat
aber auch der Studiengang selbst an allen Fakul-:äten
 erfahren. Zunächst wohl am einschneidendsten
im medizinischen Studium bei dem die gesteigerten
 Anforderungen und die hohe Verantwortlichkeit
 des ärztlichen Berufes es den Fakultäten zur
Pflicht machen, unablässig darüber zu wachen, ob
die von ihnen vermittelte wissenschaftliche und berufliche
 Ausbildung diesen Forderungen entspricht. Se

Zahnärztl. Institut der Universität Wien, Währingerstraße-Großer
 Behandlungssaal

ind denn auch in dem abgelaufenen Zeitraum Be-‚atungen
 zwischen den Fakultäten und mit der
Unterrichtsverwaltung geführt worden, die eine Erneuerung
 der Studienordnung als unabweislich €!”
scheinen ließen, und es ist zu hoffen, daß dies“
Beratungen bald zu dem erwünschten Ergebnis führer
verden. Eine Änderung erfolgte in dem Studienbe”
‚eiche der Fakultäten durch die Verlegung de‘
            
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