Full text : Kritische Geschichte der Nationalökonomie und des Socialismus

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zuverfolgende  Vorstellung  von  der  Abschaffung  der  Lohnarbeit.
Die  Wirthschaftscommune,  in  welcher  das  Gewalteigenthum
oder,  mit  andern  Worten,  die  Grund-  und  Oapitalherrschaft
mit  publicistischen  Collectivrechten  Aller  vertauscht  und  auch
jede  Spur  körperschaftlichen  Eigenthums  durch  eine  socialistische
  Freizügigkeit  und  Zulassung  anderer  Theilnehmer  nach
bestimmten  persönlichen  Gesetzen  ausgeschlossen  wird,  —  diese
Wirthschaftscommune,  die  ich  in  meinem  ,,Cursus”  ökonomisch
und  juristisch  skizzirt  habe,  dürfte  denn  doch  eine  exactcro
und  verständlichere  Conception  sein,  als  das  zugleich  individuelle ­
  und  gesellschaftliche  Eigenthum  des  Herrn  Marx.
Die  nebelhafte  Zwittergestalt  der  Marxschon  Vorstellungsart ­
  wird  übrigens  den  nicht  befremden,  der  da  woiss,
was  mit  der  Hegeldialektik  als  sogenannter  wissenschaftlicher ­
  Grundlage  gereimt  worden  kann,  oder  vielmehr  an
Ungereimtheiten  horauskommon  muss.  Für  den  Nichtkonner
dieser  Künste  muss  ich  ausdrücklich  bemerken,  dass  die  erste
Negation  bei  Hegel  der  Katechismusbegriff  des  Sündenfalls,
und  die  zweite  derjenige  einer  zur  Erlösung  führenden  höhern
Einheit  ist.  Auf  diese  Analogieschnurre  hin,  die  dem  Gebiet
der  Religion  entlehnt  ist,  möchte  nun  wohl  die  wirkliche  Logik
der  Thatsachen  nicht  zu  gründen  sein.  Will  man  die  thörichte
Kopfstellung  und  den  falschen  Pessimismus  des  Judenmährchens
vermeiden,  so  muss  man  nicht  blos  die  naturwissenschaftliche,
sondern  auch  die  sociale  Fortschrittsthoorie  annehmon.  Die
eminent  modernen  Bildungselemente  der  naturwissenschaftlichen
Denkweise  fehlen  aber  grade  da,  wo,  wie  bei  Herrn  Marx  und  bei
seinem  Rivalen  Lassalle,  die  Halbwissenschafton  und  ein  wenig
Philosophasterei  das  dürftige  Rüstzeug  zur  gelehrten  Aufstutzung
  ausmachten  und  die  Doctrin  mit  einem  mystificatorischen
Hintergründe  effectvoll  und  düpirend  gestalten  sollten.
5.  Herr  Marx  sucht  in  dem  Schlusswort  der  neuen  Auflage ­
  den  Vorwurf  einer  Mystification  zurückzu  weisen,  indem  er
den  Inhalt  der  Hegelschen  Philosophie  und  auch  die  ideelle
Seite  ihrer  Methode  selbst  schon  früh  als  eine  Mystification
erkannt  haben  will.  Er  thue  ja  das  grade  Gogontheil  von
Hegel,  indem  er  nicht  von  den  Ideen,  sondern  von  der  thatsächlichen
  Wirklichkeit  ausgehe  und  so  die  dialektische  Entwicklung ­
  gewinne.  Hierauf  kann  man  nur  erwidern,  dass  mit
dieser  Wendung  das  historisch  dialektische  Ballet  der  Selbst-
            
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