Object: error

218 Die Gründung der Liga gegen Imperialismus und für nationale Unabhängigkeit. 
lehren, daß die Mitglieder, Delegierten des Brüsseler Kongresses, eine größere 
politische Tat für die Zukunft geleistet haben, als die Leute im Genfer 
Völkerbund. Was heute noch ein Hoffen und ein Sehnen ist, wird in 
wenigen Jahrzehnten, und gerade mit Hilfe des Brüsseler Kongresses und mit 
Hilfe der Weltliga gegen den Imperialismus und für nationale Unabhängig- 
keit, Wahrheit werden. Die durch uns vertretenen Nationen, Klassen, Rassen 
und Organisationen werden in späteren Tagen die Schöpfer eines wirklichen, 
den ganzen Erdball umspannenden Völkerbundes sein. 
Ich wiederhole, der Demonstrationserfolg des Kongresses steht heute 
schon absolut fest. Die Parole unseres ernstesten Gegners, des englischen 
Imperialismus, war Totschweigen. Es wurde die Losung an die sogenannte 
große Presse ausgegeben, keine Zeile über unsere Tagung zu bringen. Das ist 
unmöglich gewesen. Unsere Demonstration war so stark und mächtig, daß sie 
diese Parole zunichte machte. Die Presse mußte berichten. In den letzten Tagen 
waren die großen Blätter in Brüssel, Paris, London und Berlin gezwungen, 
von unserer Tagung Kenntnis zu geben und sich mit uns auseinanderzusetzen 
und uns anzugreifen. Das ist der erste große Erfolg unserer Tagung. Man 
kann uns nicht mehr totschweigen. Die englische Presse mußte mitteilen, 
daß nicht weiter als einen guten Kanonenschuß von England entfernt die 
Vertreter der englischen Arbeiterklasse und Arbeiterbewegung sich mit den 
Vertretern des chinesischen Volkes und der chinesischen Freiheitsarmee 
umarmten und gegenseitig Waffenbrüderschaft gelobten. Das war eine 
Demonstration, die hörbarer war als der stärkste Kanonenschuß, der jemals 
aus einer Kanone imperialistischer Heere gegen die unterdrückte Klasse 
abgefeuert wurde. Der Demonstrationserfolg des Kongresses hat 
auch dazu geführt, daß eine Organisation, die sich international nennt, 
aber bisher nur auf Europa beschränkte und in der Hauptsache sozial- 
demokratische 'Exminister vereinigte, sich ebenfalls gezwungen sah, wenn 
auch nur zu dem Zweck einer neuen Täuschung, zu den aktiven F ragen der 
nationalen Freiheitskämpfe Stellung zu nehmen. Bekanntlich hat die II. In- 
ternationale auf ihrem letzten internationalen Kongreß in Marseille es ab- 
gelehnt, klar zu den Fragen der Kolonien Stellung zu nehmen. In ihrer 
Sitzung in Paris mußte sie aber unter dem Eindruck des Brüsseler Kongresses 
wenigstens so tun, als ob sie sich mit dieser Frage beschäftigen wolle. Unser 
Kamerad Brockway, der von unserer Tagung nach Paris fuhr, hat in einer 
guten Attacke die bisherige Lauheit der IT. Internationale angegriffen. Es ist 
eine derbe, aber wohlverdiente Züchtigung, die diese Konferenz erfuhr. Noch 
einmal: Wir leben, wir zwingen die Umwelt, sich mit uns zu beschäftigen, 
und das ist die Voraussetzung zu einer weiteren, breiteren und erfolgreichen 
Tätigkeit. Aber es würde uns wenig befriedigen, wenn wir nur einen bloßen 
Demonstrationserfolg hätten. Wir wollen mehr. Wir wollen, daß der Kon- 
greß die Einleitung sei und werde zu einer großen, dauernden erfolgreichen
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.