Full text: Bergwirtschaftliche Arbeitsgemeinschaft

durch freiwillige Ein- und Unterordnung der einzelnen Staaten 
in und unter ein größeres überstaatliches Gemeinwesen. 
Bedenken wir nun die Wichtigkeit der anorganischen Roh- 
stoffe für jede Friedens- und Kriegstechnik, so leuchtet un- 
mittelbar ein, daß bergwirtschaftliche Verständigungen zwi- 
schen den Staaten zugunsten einer überstaatlichen Ordnung 
schlechthin die Grundlage bilden müssen für die wirkliche 
Völkerbundidee gegenwärtiger oder künftiger Verfassung. Ein 
Weltberggesetz wäre also eine Parallele zum Reichsgesetz: 
ebenso schwierig, schier undenkbar und doch wesensverwandt, 
also wie dieses stufenweis wohl erreichbar. Und was rein poli- 
tisch direkt unmöglich erscheint, dem wird psychologisch doch 
vorgearbeitet: privat- und betriebswirtschaftlich durch inter- 
nationale Konzerne, finanzwirtschaftlich durch das überstaat- 
liche Kapital, wissenschaftlich und methodisch durch intellek- 
tuelle Kooperationen.und Rationalisierungen des internationalen 
Wissenschaftsbetriebes. 
Daraus folgt, daß alle derartige staatlichen, wirtschaftlichen, 
sozialen, intellektuellen und religiösen Bünde, Gesellschaften, 
Ligen usw. mit irgendwelchen Verständigungszielen ausgehen 
müssen von diesen ganz realen Grundlagen aller Wirtschaft und 
Technik, von den Lagerstätten nutzbarer Mineralien. Unsere 
in Genf, in Paris und anderswo unternommenen Anregungen 
müssen daher, sobald sie nicht irgendwie mißverstanden wer- 
den, auf einen günstigen Boden fallen und Beachtung und 
Unterstützung finden. Das muß einmal gelten für die ganze 
allgemeine Idee der Welılagerstätteninventuren und zweitens 
für die Teilprobleme, welche künftig fortlaufend die internatio- 
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