Auch die freie und beliebige Verwertung solcher Zahlen
und Werte im wirtschaftspolitischen Kampfe, die Auf- und Ab-
rundungen, mit oder ohne Begründung, sei es gegen eigene
Finanzämter oder gegen auswärtige Kreditinstitute, sei es an
der Börse oder im Gerichtssaal, in Erbschafts- oder in Syndi-
kats- und Trustangelegenheiten, soll durch unsere Bestrebungen
niemals behindert oder erschwert werden: aber jede einmal
gegebene Zahl oder nur in Worten formulierte Schätzung er-
hält dem Gegner gegenüber erst die rechte Durchschlagskraft,
wenn sie mit seiner Behauptung methodisch vergleichbar ist,
praktisch belegt werden kann und wissenschaftlich Stich hält.
Was wir im Grunde und allgemein ausgedrückt eigentlich
wollen, ist die Verbesserung unseres Gutachter- und Sach-
verständigenwesens in bergwirtschaftlichen Angelegen-
heiten. Daß hier viel im Argen liegt, entweder im rein Hand-
werklichen oder Hergebrachten noch steckt oder vom amtlichen
oder fachlichen Autoritätsglauben überwuchert wird, das weiß
jeder Eingeweihte, leider aber noch nicht jeder Richter und
jeder verantwortliche Kreditgeber. Vielen von ihnen gilt Berg-
bau immer noch als eine so geheimnisvolle Sache, daß sie eben
gerne und blindlings „glauben“ statt „verstehen“ zu wollen.
Auch bier heißt „rationalisieren“ soviel wie „verstehen lehren
and lernen.“
Sprachen wir wirtschaftspolitisch bisher fast nur vom Wirt-
schaftsfaktor „Natur“, von der Lagerstätte, so sind doch die
beiden andern Faktoren, „Arbeit“ und „Kapital“, nicht weniger
wichtig, innen- wie außenpolitisch, und in unser Schätzungs-
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