Full text : Der Produktionsprozeß des Kapitals (1.1928)

4

af

1}

5

4}

{a

15

+D
a:

r]

Drittes Kapitel.
nützlicher Form verausgabt sein oder sich als Glied der gesell-Schaftlichen
 Teilung der Arbeit bewähren. Aber die Teilung der
Arbeit ist ein naturwüchsiger Produktionsorganismus, dessen Fäden
hinter dem Rücken der Warenproduzenten gewebt wurden und sich
lortweben. Vielleicht ist die Ware Produkt einer neuen Arbeitsweise,
 die ein neu aufgekommenes Bedürfnis zu befriedigen vor-Kibt
 oder auf eigene Faust ein Bedürfnis erst hervorrufen will.
Sestern noch eine Funktion unter den vielen Funktionen eines und
desselben Warenproduzenten, reißt sich eine besondere Arbeits-“Errichtung
 heute vielleicht los von diesem Zusammenhange, ver-Selbständigt
 sich und schickt eben deswegen ihr Teilprodukt als
Selbständige Ware zu Markt. Die Umstände mögen reif oder un-Teif
 sein für diesen Scheidungsprozeß. Das Produkt befriedigt heute
Sin gesellschaftliches , Bedürfnis. Morgen wird es vielleicht ganz
°der teilweise von einer ähnlichen Produktenart aus seinem Platze
verdrängt. Ist auch die Arbeit, wie die unseres Leinwebers,
Pälentiertes Glied der gesellschaftlichen Arbeitsteilung, so ist
damit noch keineswegs der Gebrauchswert gerade seiner 20 Ellen
Leinwand garantiert. Wenn das gesellschaftliche Bedürfnis für
Leinwand, und es hat sein Maß, wie alles andere, bereits durch
üebenbuhlerische Leinweber gesättigt ist, wird das Produkt unseres
Freundes überschüssig, überflüssig und damit nutzlos. Einem ge-Schenkten
 Gaul sieht man nicht ins Maul, doch der Weber beschreitet
Nicht den Markt, um Präsente zu machen. Gesetzt aber, der Gebrauchs-Wert
 seines Produktes bewähre sich und Geld werde daher an-S°2ogen
 von der Ware. Aber num fragt sich’s, wieviel Geld? Die
Antwort ist allerdings schon vorweggenommen im Preis Cer Ware,
dem Exponenten ihrer Wertgröße. Wir sehen ab von etwaigen rein
Sübjektiven Rechenfehlern des Warenbesitzers, die auf dem Markt
Sofort objektiv korrigiert werden. Er soll auf sein Produkt nur den
Sesellschaftlich notwendigen Durchschnitt von Arbeitszeit veraus-8abt
 haben. Der Preis der Ware ist also nur Geldname des in ihr
‚Srgegenständlichten Quantums gesellschaftlicher Arbeit. Aber olne
Erlaubnis und hinter dem Rücken unseres Leinwebers gerieten die
altverbürgten Produktionsbedingungen der Leinweberei in Gärung.
Was gestern zweifelsohne gesellschaftlich notwendige Arbeitszeit
Zur Produktion einer Elle Leinwand war, hört heute auf es zu sein,
Wie der Geldbesitzer eifrigst demonstriert aus den Preisnotierungen
"Stschiedener Nebenbuhler unseres Freundes. Zu seinem Unglück
8ibt’s viele Weber auf der Welt. Gesetzt endlich, jedes auf dem
Markt vorhandene Stück Leinwand enthalte nur gesellschaftlich not.
VYendige Arbeitszeit. Trotzdem kann die Gesamtsumme dieser
Stücke überflüssig verausgabte Arbeitszeit enthalten. Vermag der
Marktmagen das Gesamtquantum Leinwand, zum Normalpreis von
2 Shilling pro Elle, nicht zu absorbieren, so beweist das, daß ein
U großer Teil der gesellschaftlichen Gesamtarbeitszeit in der Form
der Leinweberei verausgabt wurde. Die Wirkung ist dieselbe als
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.