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sich als ziemlich lebensfähig erwiesen hat, die logische Unhaltbarkeit
zeigt und wo sie mit den Tatsachen in Widerspruch gerät.
Wir sind also der Meinung, daß bei der Abstinenztheorie —
ganz abgesehen von der Frage, ob das behauptete Opfer ein
solches darstellt oder nicht — von einer unzulässigen Doppelrechnung
nicht die Rede sein kann und Böhm-Bawerks und
Schumpeters schiefe Auffassung auf eine falsche Anwendung
des Substitutionsgedankens zurückzuführen. ist.
Der Substitutionsgedanke beruht darauf, , daß man bei
gegebenem Vorrate und gegebenen Bedürfnissen für diejenigen
Güter, die in einer Bedürfnisgattung mit höherem unmittelbaren
Grenznutzen Verwendung finden, im Falle ihres Verlustes
dadurch Ersatz schaffen kann, daß man Güter aus ihrer
bisherigen Verwendung in einer anderen Bedürfnisgattung mit
geringerem unmittelbaren Grenznutzen abzieht und auf dem
Wege des Austausches die benötigten Ersatzexemplare herbeischafft.
Man veranschlagt daher die Güter mit höherem unmittelbaren
Grenznutzen nie nach dem direkten, sondern fast
immer nach dem ‚„Substitutionsgrenznutzen‘“ anderer Gütergattungen,
nach der Einbuße an Wohlfahrt, die im Falle ihres
Verlustes eintritt!). Hieraus geht deutlich hervor, daß die Veranschlagung
nach einem bestimmten Substitutionsgrenznutzen
nur solange stattfindet, als die Substitution sich noch nicht als
notwendig erwiesen hat. Sobald der Verlust eintritt, wird eine
Lücke in die Befriedigungsmittel gerissen, die letzten noch
bedeckten Bedürfnisse sind jetzt andere, und die im Falle des
wiederholten Verlustes der Güter mit höherem unmittelbaren
Grenznutzen eintretende Einbuße an Wohlfahrt ist daher auch
eine größere,
Betrachten wir nunmehr Böhm-Bawerks Beispiele, mit
deren Hilfe er den nach seiner Ansicht bei der Abstinenztheorie
vorliegenden Fehler der Doppelrechnung deutlich zu machen
versucht. Das Wirtschaftssubjekt fängt hier Fische, anstatt
auf die Hasenjagd zu gehen, oder es entscheidet sich dafür,
300 fl. für eine Vergnügungsreise auszugeben, anstatt mit diesen
Mitteln einen persischen Teppich anzuschaffen. In beiden Fällen
ıy) Böhm-Bawerk, Posit. Theorie, S. 195/200,