hatten, bereitgemacht, auch hier wieder ihre sattsam
bekannten Geschäfte auszuüben. In England und
Amerika und auch in Deutschland, nicht zuletzt in
Frankreich selbst, begannen sie, große Mengen französischer
Franken auf den Markt zu werfen, in französischen
Franken zu fixen und Terminkäufe in französischen
Franken zu tätigen. Die Sachverständigen
sahen durch diese Bestrebungen ihre ganze bisherige
Arbeit gefährdet, denn was hätte es geholfen, wenn
sie durch die Anleihe an Deutschland dessen Währung
auf eine feste Basis stellten, während gleichzeitig der
französische — und mit ihm der belgische — Franken
ins Bodenlose abrutschte? Am 19. Februar bereits hatte,
der Franken die Notierung 100 Franken = 1 Pfund
Sterling überschritten, ein bisher noch niemals erreichter
Tiefstand. Morgan, der anscheinend die Abneigung
seines Vaters gegen Geschäfte, die sich auf
reine Spekulationen gründen, nicht geerbt hatte, sah
hier nun die Gelegenheit, die Stützung des französischen
Franken unter großem Gewinn durchzuführen,
Er kaufte riesige Frankenbestände auf und bot dann
der französischen Regierung eine Anleihe zur Stützung
des Franken an. Die französische Regierung, die zunächst
ohne Beihilfe durch Devisengesetze und dergleichen
den Sturz des Franken aufzuhalten versucht
hatte, ohne einen Erfolg aufweisen zu können, griff
bereitwillig zu. Schon die Bekanntmachung der Absicht
Morgans aber genügte, um das Absinken des
Franken aufzuhalten.
Morgan selbst hatte hierbei erst den letzten entscheidenden
Schritt unternommen. Die Sachverständigen
hatten bereits gut vorgearbeitet; Dawes und
Young, die die drohende Gefahr rechtzeitig erkannt
hatten, waren bereits zweimal an die Regierung in
Washington mit der Bitte, durch ihr Eingreifen eine
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