Rechnet man von der in den Molkereien im Jahre 1928 eingelieferten
Milchmenge die Quantität ab, die als Verbrauchsmilch
oder in Form von Sahne Absatz gefunden hat, so
bleiben etwa 1,328,900 Tonnen übrig, die zu 41,300 Tonnen
Butter und 24,800 Tonnen Käse veredelt worden sind. Von
Butter wird sowohl gesäuerte wie ungesäuerte hergestellt.
Käse wird in mehreren Sorten und verschiedener Benennung
je nach dem Herstellungsort, dem Fettgehalt und dem Herstellungsverfahren
fabriziert. Die hauptsächlich hergestellten
Käsesorten sind sog. wvensk herrgärdsost (schwedischer
Gutskäse), . V/ästgötakäse und Sveciakäse.
Die Molkereierzeugnisse unterstehen einer gewissen Kontrolle.
So ist das Feilhalten von Butter mit höherem Wassergehalt
als 16 % verboten. Die Einhaltung dieser Bestimmung
wird durch öffentliche Organe überwacht.
Ein besonderes Institut, Svenska Smörprovningarna (Schwedische
Butterprüfungen, Göteborg), ist errichtet worden, um
eine fortlaufende öffentliche Kontrolle über die Qualität
der in den Molkereien erzeugten Butter auszuüben. Molkereien,
die nach Ausweis dieser Prüfungen eine Butter hert
stellen, welche gewisse, ziemlich hochgestellte Forderungen
erfüllt, erhalten das Recht, ein gewisses Warenzeichen,
‚Runmärket» (Runenmarke) (Abb. 23), zu führen. Die Teilnahme
an den Prüfungen ist freiwillig, das Recht, Butter
zu exportieren, ist aber an die Bedingung gebunden, dass
die Butter mit der Runenmarke versehen ist. Durch die
Prüfungen wird auch eine Kontrolle über die zur Ausfuhr
angemeldete Butter ausgeübt. Wird diese minderwertig befunden,
so wird die Runenmarke makuliert, wodurch die
Ausfuhr unmöglich gemacht wird.
Gegenwärtig sind 611 buttererzeugende Molkereien an
dieser Kontrolle beteiligt. Aus dem Obengesagten ergibt
sich, dass zu diesen sämtliche . Exportmolkereien gehören.
Bezüglich der Käseherstellung sei erwähnt, dass eine
gewisse Deklarationspflicht hinsichtlich des Fettgehalts
des Käses besteht. Damit Käse als sog. Vollfettkäse verkauft
werden darf, ist es erforderlich, dass die Trocken-