fullscreen: Recht der Schuldverhältnisse (Bd. 2)

164 V. Abidhnitt: Shuldäbernahme. 
Anwendung finden. Vgl. Ennecceru3, Lehrb. 4./5. Aufl. S. 221 Ann. 3. Die Aufforderung 
zur Erklärung der Genehmigung, die Erteilung oder Verweigerung der Genehmigu7h 
jind einfeitige empfangSbebürftige Nechtägeldhäfte (88 130-132). Die Erteilung DIS 
ET der Senehmigung fann jedem Teile gegenüber erflärt werden, gleichot® 
ob die Mitteilung bzw. Aufforderung von dem einen oder von dem andern der Vertrag 
ichlieBenden ausgegangen i{jt. (8 182 Abi. 1). Mertrad 
n 10. Auch der zwilden dem Schuldner und dem Nebernehmer abgefchloffene Vertrag 
it abitraft und formfrei mie der Vertrag zwildhem dem Gläubiger und dem Ueber“ 
nehmer. S, Bem. 2 zu 8 414. 2 
11, Streitig ift, ob die Anfedhtung einer Schulbübernahme im Sinne diefeß BA 
araphen von feiten de3 Nebernehmer8 auf ®rund des 8 123 dem Gfäubiger gegen m 
erfolgen muß ($ 143) oder ob die Anfechtung gegenüber dem Urfchuldner genügt, ch 
troß der fchon erfolgten Genehmigung die Schuldübernahme zu reizindieren (S 142) Die 
wenn der ®läubiger die Täufhung weder kannte noch kennen mußte ($ 123 Ab. 2) ‚e8 
BU wird von Mitteis a. a. A. (Lit. Note), wenngleich unter Mißbilligung des Ergebnil 
im Sinne der legten Alternative bejaht. And. Ant. Meyer a. a. DO. (Lit. Note S. 460). = % 
glaube der Yuffallung Meyers beitreten zu müffen. Die hier vertretene Konftruktion. x 
Schuldubernahme (Bem. 2, c) fteht nicht im Wege. Im Sinne des 8 143 ijt der Glaubig 6 
Anfechtungsgegner ; er bat aus dem VBertrage unmittelbar ein Necht erworben; er, {ft er 
ein „Anderer“ im Sinne des 8 123 Abf. 2 Sat 2 al8 derjenige, weldhem gegenüber Die 
Uebernehmer die Schuldübernahme erflärt hat; feine „Genehmigung“ ft nur dur AM 
„Mitteilung“ bebingt und fällt und {teht FeineswegS mit der ihn nicht bindenden Ka ® 
des Nebernahmebvertrags. Die gegenteilige Anficht ftüßt {ich lediglich auf eine en 
unzutreffende enge Auslegung des S 123, die fie in ihrer Kritik dieles Baraarayhen fe 
miBbilligen muß. 
12, Der Vertrag nach $ 415 it wohl zu unterfcheiden von dem & 329 geregelten 
VBertrage zwildhen dem Schuldner und einem Dritten, durch welchen der Dritte DO 3 
Defriedigung des Gläubigers verpflichtet, ohne die Schuld zu übernehmen, Der 18 
Srfüllungsübernahme, Durch leßteren Vertrag wird der Schuldner niemals bel? « 
Hegelmäßig wird durch denfelben nur die in Bem. 3, b erwähnte obligatorifche Berpflichhät 
des Dritten gegenüber dem Schuldner begründet. AllerdingS kann auch, jorerm ct 
Wille der Vertragichließenden darauf gerichtet ijt;, dem Gläubiger unmittelbar das Re zu 
erworben werden, von dem Dritten — neben dem Schuldner — die Befriedigung 
jordern. Im Sri ift leßtereS jedoch nicht anzunehmen. S. Borbem. 6 S. 459 0 
und 88 3928 und 3929. 
S 416. *) 
5 
Yebernimmt der Erwerber eine? Grundftics durch Vertrag mit dem Ber 
äußerer eine Schuld des Meräußerers, für die eine Hubothet an dem Grundktücke 
*) Literatur: Crome, Bürgerl. RN. II S. 359 ff.; Dernbura, Bürgerl. N- X 
5. 409 ff.; Scherer in Iur. Wichr. 1900 S, 504: „Richtet fie — in Preußen Bezügi@ 
der Schuldübernahme bei einem Srundftücsfauf, welder vor dem 1. Januar 1900 itattfan?- 
die Befreiung von der perjönliden Schuld nach 8 41 Eig.Erw.®G. oder nach S 415 BOB. 
wenn die Bekanntmachung der Schuldübernahme erft unter der Herrihaft des BOB. 
jolgte?“; derfelbe in ur. Wir. 1900 S, 619: Tritt & 416 BGB. auch dort in Aral 
mo am 1. Januar 1900 no fein Grundbuch angelegt ift? Oder bleibt bi8 zur Grund‘ 
buchanlage da3 Bbi8herige Landesrecht, 3. B, 8 41 preuß. Eig.Erw.®G., das rbeinildt 
Hecht, welde8 eine dem S 416 entiprechende DBeftimmung nicht kennt, in Kraft ? I 
anderen Worten: Ift $ 416 BGB. bi8 zur Anlage des Grundduchs i. S. d. De 
in8pendiert? Scherer bejaht die Frage im Gegenfaß zu Habicht, Einwirkungen des BOB 
3. Aufl.) S 229 Nr, 3; vgl. zu diefer Frage ferner Urt. d. bayr. Oberft. LG. vom 23. Se 
rentber 1904, Necht 1904 S. 546, 547, 552, Bl. f. RA. Bd. 69 S. 217 ff, dagegen aber AU“ 
RGE, Bd. 58 S. 384; Sieger in Ztichr. f. {reiw. Gericht8b. u. Gemeindeverw. in Württen“ 
derg 1901 S, 81: Welche Aufgaben erwachien dem Grundbuchbeamten aus der Beftimmung 
des S 416 BGB. ?; Blengels, Die Schuldübernahme bei Grundftücskänfen, Rhein. Not.8, 
Bd. 49 S. 122; Koch in Puchelt8 Ztichr. f. deut/HeS hürgerl. RN. und franzdj. ZWITE . 
Bd. 30 S, 344 f.; Scherer, Die Schuldüübernahme bei Grundjtücsveränßerungen In Ban 
3. 1. ©. Bd. 5 S. 123; Hammer, Oypothelenübernahme in Anredhnung auf den Saufpre 
Säch]. Arch. 1909 S. 535. Außerdem find hHieher au anzuziehen: Oberned, Heid“ 
qrundbucrent, 4. Yufl. II 8 145 S. 297 #., Turnau-Förfter, Liegenfehaftsrecht Anbeld 
Bd. 1 S. 917 ff. und Fuch3, Orundduchrecht S. 711 f.; Klein, Die Natur der „Di 
teilungen“ im 8 25 61. 2 HGB. und S 416 BGB: in Bl. * RA. 1909 S. 200.
	        
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