fullscreen: Die Selbstkosten-Berechnung industrieller Betriebe

VII. Abschnitt. 
Selbstkostenberechnung in einzelnen 
G e werbegruppen. 
Die Kalkulation in der Textilindustrie. 
Literatur: Geiersbach, Die Fabrikbuchhaltung. Außig 1897. Bittner, 
Fabrikbuchhaltung für Webereien. Wien 1902. Heiser, Betriebs- und Waren 
kalkulation für Textilstoffe unter Berücksichtigung der Wollwaren. Leipzig 
1903. Sch am s, Webereikalkulation, 4. Aufl. Leipzig 1907. Br enger, Die 
Einrichtung einer modernen Buntweberei und die Grundlagen für die Ermittlung 
der Selbstkosten für Buntwaren. Düsseldorf 1911. Boetzkes, Seidenwaren 
produktion und Seidenwarenhandel in Deutschland. Tübingen 1909. Ephraim, 
Organisation und Betrieb einer Tuchfabrik. Tübingen 1910. In der Zeitschrift 
für handelsw. Forschung, 3. Jahrg., S. 493 f. (Schütz, Kalkulation einer Leinen 
spinnerei und -Zwirnerei); S. 517 f. (Klußmann, Kalkulation von Jutegarn, 
-gewoben und -Säcken); S. 551 f. (Bexroth, Kalkulationsbeispiele aus der 
Weberei.) 
Vgl. auch S. 79, 89, 98, 108 f. dieses Buches. 
Auch die Textilindustrie weist hinsichtlich der Einzelheiten 
in der Selbstkostenberechnung mannigfache Unterschiede auf. „Es 
bestehen fast so viele Einzelkalkulationsmethoden als es Fabriken 
gibt. Fast jeder Fabrikant hat darin einen kleinen Unterschied von 
seinem Nachbar und fast jeder glaubt, die beste Methode selbst 
zu haben.“ (Reiser, a. a. O. S. 135.) Schon die Feststellung 
des Gewichts der verbrauchten Rohmaterialien wird nach ver 
schiedenen Methoden gehandhabt: In Webereien beispielsweise be 
rechnet man die Kette aus der Fadenzahl und der Garnnummer, 
unter Anrechnung eines Prozentsatzes für Abfälle, ohne Rücksicht 
darauf, daß die Garnnummern nicht immer stimmen, die Maße nicht 
immer der Wirklichkeit entsprechen. Die fertige Kette wird ge 
wogen, wenn sie vom Scheren kommt, unter Berücksichtigung der 
Abfallprozente und des Gewichts des Scherbaumes. Die Kette wird 
gewogen, wenn sie geleimt und getrocknet ist, unter Abzug von 
Prozenten für Leim und Schlichte. Das fertig appretierte Stück
	        
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