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,Die Grenzen der Geschichte",
gewachsen. Worauf der wissenschaftliche Wert der Metahistorie beruht,
war gleich im Anfang gezeigt worden. Man darf ihr aber nicht
mehr zumuten, als sie ihrem Wesen nach zu leisten vermag. Denn
hier käme es darauf an, daß die metahistorische Forschung
über vergangenes Geschehen in einer analogen Weise
Aufschluß erbringt wie die histor is che Forschung. Nur
dann hätten die Lebensäußerungen des auftauchenden „Werkzeugtieres“,
wie sie als metahistorisches Ergebnis in unserer Vorstellung leben, zugleich
die konkrete Bedeutung, die Anfänge des Geschehenszusammenhanges
der Geschichte zu sein. Nun macht es aber das Wesen der
Metahistorie aus, daßsiezu dem vergangen en Geschehen
fn einem radikal anderen Verhältnisse steht als die
Historie. Sie will ja nicht schlechthin feststellen, was einst geschehen
ist, sie will die räumlichen Dinge zeithaft ordnen; Schichtung,
nicht Geschichte, ist ihr Feldruf. Nicht das Geschehen um
seiner selbst willen zu erschließen, gelingt ihr; sie gestaltet es in der
Vorstellung nach der Analogie des Geschehenden, um es den Beziehungen
der räumlichen Dinge gemäß zu interpolieren, als Bindemittel
ihrer Schichtung.
Nicht anders aber darf man jene Lebensäußerungen des auftauchenden
„Werkzeugtieres“ auffassen. Wie sie im Rahmen der metahistorischen
Ergebnisse gedacht sind, bedeuten auch sie nicht etwas
Erschlossenes. Auch sie sind etwas Gestaltetes, gestaltet nach der
Analogie des biologischen Befundes. Auf diesem Wege sind sie dem
„Werkzeugtiere“ für die Anfänge seiner gattungsmäßigen Existenz als
funktionelles Anhängsel beigedacht, um innerhalb des metahistorischen
Systemes die Verbindung aufrecht zu erhalten zwischen jenen
ersten und den späteren Exemplaren der Spezies, bis auf uns. Mehr
dürfen wir hinter der Vorstellung jener Lebensäußerungen nicht suchen.
Sie sind ein Detail der me tahistorische n Kons t ruktio n;
gültig, ja sogar denknotwendig, allein eben doch nur als Konstruktionsbehelf.
Einen Gegenwert für das historische Geschehen, speziell also
für das Konkretum der Anfänge jener realen Einheit „Geschichte“,
das können sie unter diesen Umständen nie und nimmer darstellen.
Nur das Abstraktum des vernünftigen Geschehens verträgt sich mit
ihrer Vorstellung.
Wenn ich das Geschehen, das im Rahmen der metahistorischen Ergebnisse
mitgedacht wird, so niedrig eintaxiere, gerate ich scheinbar
mit nackten Tatsachen in Widerspruch. Oft genug schließen ja paläontologische
Funde der Spezies „Mensch“ die untrüglichen Spuren
menschlichen Tuns in sich; zum Beispiel eben Werkzeuge. Wären dies