Contents: Das Land der unbegrenzten Möglichkeiten

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Solches aber wäre um so dringender geboten, als die „American 
Federation of Labor“ ihre und ihrer Vertreter grundsätzliche 
Anerkennung überall fordert. Und wenn man es auch nicht 
wahr haben will, so steht fernerhin die bedeutungsvolle 
Tatsache fest, daß aus den geschlossenen Reihen der 
„American Federation of Labor“ die „Neue Partei“ kräftig 
heranreift, auf die ich in Kapitel III hingewiesen habe. 
Herr Dr. J. Ließ, Sprecher der freien Deutschen Gemeinde 
in San Francisco, der sich seit vielen Jahren eingehend mit 
dem Studium sozialpolitischer Dinge befaßt hat und als 
Kenner der amerikanischen Arbeiterbewegung gilt, äußerte 
sich im Frühling 1902 hierüber zu mir, wie folgt: 
„Mit der Gründung und dem Erfolge der Arbeiter 
partei in Californien sowie dem jetzt unverkennbar 
raschen Anwachsen der sozialistischen Partei in den 
Mittel- und Oststaaten dürfte sich die Parteikonstellation 
wesentlich ändern. Es ist nicht unwahrscheinlich, daß sich 
in nicht allzu ferner Zukunft die (Marxistische) sozia 
listische Partei der Vereinigten Staaten mit der jüngeren 
Arbeiterpartei in ähnlicher Weise verschmelzen wird, 
wie einst in Deutschland die Marxistischen »Eisenacher« 
mit den »Lassalleanern«, zunächst unter einem Kom 
promißprogramm, ähnlich dem »Gothaer Programm« 
der deutschen sozialdemokratischen Partei, aus dem 
dann ein strikt sozialistisches Programm und eine 
strikt sozialistische Arbeiterpartei hervorgehen dürfte. 
Und bei der sprung- und ruckweisen, häufig konvul 
sivischen Entwicklung der politischen wie der wirtschaft 
lichen Dinge in Amerika wird es in absehbarer Zeit zu 
heftigen, auf der ganzen Linie geführten politischen 
Kämpfen zwischen Arbeit und Kapital und damit zu ver 
stärkten wirtschaftlichen Kollisionen zwischen beiden In 
teressengruppen kommen. Die industrielle Suprematie
	        
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