Full text : Die Nährmittelverteilung im Kriege

Bei  rmherer  Zergliederung  der  Außenhandels-Zahlen  ist  besonders ­
  beachtenswert,  wie  stark  die  Ausfu  h  r  von  Graupen,  Grieß,
Mütze  und'Haferflocken  allein  in  den  Jahren  1911/13  infolge  der
a  n  ß  e  ro  r  d  e  n  t  l  i  ch  en  Zunahme  des  Veredelungs-Verkehrs
  sich  gehoben  hat;  auch  bei  den  Teigwaren  hat  die
zur  Ausfuhr  bestimmte  Menge  zugenommen,  während  gleichzeitig
die  eingeführte  Menge  abnahm.  Die  Entwicklung,  die  bei  diesen
Warengattungen  in  den  letzten  Jahren  vor  dem  Kriege  eingetreten
war,  ist  folgende:

Nummer
des
itatiftischei
Warenver ­
 ­


Einfuhr

Ausfuhr

Warcngattuiig

Jahr

Menge

Wert
in

I  davon  im
m,.,,..  :  SBctebe-M-nge
  :  lu»as-Wert

  der
EefauliauStuhr


dz

looo  m.

:  verkehr
dz  I  dz

in
1000  M.

Graupen,  Grieß,
Grütze

i  r

1911

31421

66

317  635!  163  904

5  929

\ 164  i

1912

3294  j

80

390  754  249  521

8  217

r  1

1913

3298

80

462  504  298  934

9  671

Haferflockeu,  Ge-1

  s

1911

473  i

10

485  193  676

10  322

treideschrot,  ge-165



1912

1471

31

493  347  33  333

11214

walzter  Reis  .  .

!  1

1913

804

17

668  176|  207  606

12  271

Hafer-,  Gersten-,

I  1

1911

3016

66

65  963  32  310

1356

Erbsen-  usw.

}  162c<

1912

3406!

85

55  737  30  310

1412

Mehl

)  1

1913

3726

93

38  799  19  096

949

Teigwaren,Nudeln,
Makkaroni  usw.

J.  200  |

1911
1912
1913

6796!
6041
5642

317
301
281

3  456!
3  344.
3  783!

225
204
236

Der  Krieg  brachte  sehr  starke  Änderungen.  Die  Einfuhr  in
Reis  und  Reisfabrikaten  hörte  bald  vollständig  auf,  so  daß  die  im
Inland  vorhandenen  Bestände  bald  vorwiegend  der  Krankenernährung ­
  Vorbehalten  bleiben  mußten  und  für  die  allgemeine
Ernährungswirtschaft  wegfielen.  Ebenso  fielen  die  eingeführten
Mengen  von'  Roggen,  Weizen,  Hafer,  Hirse  usw.  und  deren
Fabrikaten  großenteils  weg,  wie  auch  naturgemäß  jegliche  Ausfuhr ­
  ein  Ende  fand.
Die  öffentliche  Brotgetreidebewirtschaftung  brachte  es  mit  sich,
daß  auch  das  aus  Brotgetreide  hergestellte  Kochmehl  in  die  allgemeine ­
  Mehlverteilung  einbezogen  und  auf  die  Brotkopfmenge
angerechnet  werden  mußte.  Diese  Verkürzung  der  Brotkopfmenge
zusammen  mit  dem  Wegfall  einer  großen  Anzahl  von  Waren  infolge ­
  der  fehlenden  Einfuhr  hatte  eine  gesteigerte  Nachfrage
            
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