Contents : Baugenossenschaften und der Berliner Spar- und Bauverein

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im  eigenen  Heim  wohler  zu  fühen,  als  irgendwo  sonst.  Alle
Mittel,  die  dazu  beitragen,  ihm  diese  Erziehung  zuteil  werden
zu  lassen,  sind  für  die  Lösung  der  Wohnungsfrage  von  großer
Bedeutung.  Unter  den  einzelnen  Mietern  der  Genossenschaftshäuser ­
  wird  sich  ein  reger  Wetteifer  entwickeln,  die  Wohnung,
welche  man  als  Eigentum  betrachten  kann,  in  gutem  Stand
zu  halten.  Da  jede  Familie  für  sich  eine  abgeschlossene
Wohnung  inne  hat,  und  da  After  Vermietung  ausgeschlossen
ist,  sind  die  äußeren  Bedingungen  dafür  gegeben,  daß  sich
ein  gesundes  Familienleben  entwickeln  kann.  Die  Gesundheit
des  Familienlebens  ist  aber  die  notwendige  Voraussetzung
für  die  Gesundheit  alles  höheren  Kulturlebens  und  somit  auch
die  erste  Voraussetzung  für  eine  vernünftige  Befriedigung  des
Wohnungsbedürfnisses.  Es  liegen  hier  mannigfache  wechselseitige ­
  Wirkungen  vor,  die  sich  nicht  leicht  theoretisch
sondern  lassen,  die  aber  von  allen  denjenigen,  welche  sich  für
die  Wohnungsfrage  interessieren,  beachtet  werden  müssen.
Das  genossenschaftliche  Leben  innerhalb  der  einzelnen
Ansiedlungen,  das  in  sogenannten  Hausgenossenschaften
organisiert  ist,  ist  auch  imstande,  einen  gedeihlichen  erziehlichen ­
  Einfluß  in  der  oben  bezeichneten  Richtung  auszuüben.
Es  kommt  häufig  vor,  daß  die  Frauen  aus  dem  Arbeiterstande ­
  nicht  eine  ausreichende  hauswirtschaftliche  Bildung
besitzen,  um  einen  Haushalt  in  ordentlicher  Weise  führen  zu
können.  Es  wird  den  jungen  Mädchen,  die  in  früher  Jugend
schon  erwerbstätig  sein  müssen,  nicht  die  Gelegenheit  geboten,
sich  derartige  Kenntnisse  und  Erfahrungen  zu  verschaffen.
Für  den  Arbeiter,  der  über  sehr  beschränkte  Mittel  verfügt,
ist  aber  eine  vernünftige  und  sparsame  Haushaltung  eine
Lebensfrage.  Eine  Frau,  die  dazu  nicht  imstande  ist,  wird,
besonders  wenn  die  Familie  sich  vergrößert,  leicht  den  wirtschaftlichen ­
  Ruin  herbeiführen.  Da  ist  es  nun  wichtig,  daß
innerhalb  der  Hausgenossenschaft  die  Frauen  ihre  Erfahrungen
austauschen  können,  und  daß  die  ungeschulten  von  den  erfahrenen ­
  Rat  und  Anweisung  erhalten  können.  Eine  große
Erleichterung  für  die  Haushaltsführung  ist  es  auch,  daß
innerhalb  der  einzelnen  Ansiedlungen  die  gemeinsame  Beschaffung ­
  von  Brennmaterialien  und  Lebensrnitteln  durchgeführt ­
  ist.  Es  fragt  sich,  ob  in  derselben  Weise  nicht  inner ­
            
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