Full text : Geschichte des Bremer Binnenhandels im 19. Jahrhundert namentlich unter den alten Verkehrsformen und im Übergang

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Das  Thema  des  Landzolls  ist  leider  allgemeiner,  als  mir  für
die  Darstellung,  die  ich  doch  nicht  ganz  unterlassen  möchte,  lieb  ist.
Die  Hoffnungen,  die  man  wegen  der  Landzölle  an  den  Artikel  19
der  Bundesakte  geknüpft  hatte,  indem  man  an  eine  Regelung  von
Bundes  wegen  dachte,  erfüllten  sich  nicht;  am  weitesten  von  der
Wirklichkeit  blieben  die  romantisch-modernen  Hoffnungen  während  des
Wiener  Kongresses  in  Görres  Rheinischem  Merkur,  Napoleons  cinquierne
puissance,  und  die  im  Steinschen  Kreise  1814,*)  Die  Zolleinheit ­
  kam  durch  Einzelverträge  aufserhalb  des  Bundes  zustande,
l )  Teutsohlands  Ansprüche,  Rh.  Merkur,  1814,  23.  Juny,  Nr.  76,  Germanicus
  Eremita,  An  Teutsohlands  Fürsten  u,  Völker,  1814,  3.  July,  Nr,  82,
Politische  und  merkantilische  Bemerkungen  über  einige  Verhältnisse  Teutsohlands
zum  Auslande,  1814,  17.  July,  Nr.  88,  2.  Aug.,  Nr.  96,  4.  Aug,,  Nr.  97  [„Besonders
aber  erheischt  mehr  praktische  Bedeutsamkeit  der  wichtige  Unterschied
zwischen  der  Richtung:  den  National-Reichthum  zu  vermehren;  und  dem  oft
ganz  entgegengesetzten  Bestreben:  vorhandene  einheimische  Habe  zu  verrücken, ­
  um  sie,  in  Goldströme  verwandelt,  in  einen  andern  Teich  zu  leiten,
unbekümmert,  ob  dadurch  hier  eine  grünende  Wiese  vertrockne,  oder  dort  ein
verpestender  Sumpf  sich  sammle,  oder  gar,  ob  der  eigentliche  Goldstrom,
nach  reichlicher  Benutzung  der  Sohleusenleute,  dem  Meere  der  Ausländer  zurolle? ­
  ....  Ist  etwa  der  Wunsch  übertrieben,  dafs  künftig  im  ganzen
teutschen  Staatskörper,  teutsche  Natur-  und  Kunsterzeugnisse,  in  ihrem  Umlauf,
auf  keine  lederne  Klappen  (Valvulas)  treffen,  die  ein  Glied  gegen  das  andere
feindselig  versperren?  Dafs  Rhein-  und  Mosel-Weine  z.  B.  im  Vaterlande
überall,  zwey  Drittel  Accise  weniger  zahlen  als  fremde  Weine,  und  so  verhältnismäfsig
  alle  andere  Artikel  ?  Dafs  unsere  Fürsten  den  Jetzigen  Zeitpunkt  benutzen, ­
  um  mit  Frankreich,  England,  Spanien  und  jenen  Staaten,  die  den
teutschen  Siegern  ihre  Rettung  und  ihre  Wiederherstellung  verdanken,
Commerz-Traktate  zu  unterhandeln,  nicht  wie  Hirsch  zu  Löwe,  sondern  wie
Mann  an  Mann,  Vortheile  wie  Gegenvortheile  auf  richtiger  Waage  der  Gleichheit
und  Gerechtigkeit,  gewissenhaft,  patriotisch,  mit  Umsicht  und  fester  Hand,
gegen  einander  abwägend.  .  .  .  Jetzt  oder  nie  ist  der  Versuch  zu  machen,
zwischen  Teutschland  und  dem  Auslande  eine  Wechselseitigkeit  von  Befugnissen ­
  in  Hinsicht  des  Handels  zu  begründen.  Und  wenn  dem  Minister  des
einen  oder  andern  Reichs,  keine  Einleitungen  dazu,  auf  Grundsätze  der
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