Full text: Der Einfluß des Deutschen Zollvereins 1834 bis 1918 auf die deutsche Eisenwirtschaft

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Deutsches Zollgebiet. 
Arbeiter im Steinkohlen⸗ und Eisenerzbergbau. 
rganisatorische und technische 
Zonderleistungen der deutschen 
hůttenleute. 
Hatte das Puddelverfahren 
u einer Zusammenlegung von 
Stahl-und Walzwerken und 
nur vereinzelt zur Angliederung 
»on Bochöfen und Zechen ge— 
ührt, so legte das Thomas— 
erfahren den Erwerb von 
Minettefeldern und den Aus- 
»au gemischter Werke 
iahe. Das bedeutete für 
Puddelverfahren und reine 
Walzwerke den Todesstoß. 
Ferner verursachte diese 
Neuerung, nachdem früher 
chon die alten Holzkohlen— 
zütten aufgegeben worden 
varen, eine abermalige Opfe— 
ung vieler Betriebsanlagen. 
die Standortsver— 
egung begann von neuem, 
obald die eisenarmen Erze 
»er Minette für den Hütten— 
»etrieb lohnender wurden. 
Jetzt erst erwiesen sich der 
Ziegespreis Elsaß-Lothringen 
nit seinen Erzfeldern und die 
duxemburger Bodenschätze als 
Sewinn für die deutsche Eisen- 
ndustrie. Von nun an ent— 
tanden aus der gegenseitigen 
Anziehungskraft von Minette 
und Steinkohle mächtige Pro— 
oleme. 
Mit der Verfrachtung von 
minette zur Kohle oder mit der 
Reise der Kohle zum Erz 
tanden im engsten Zusammen⸗ 
hang die Bemühungen, die 
auf eine Verbilligung 
der Rohstofftransporte auf den Eisen- 
»ahnen und den Wasserstraßen gerichtet waren. 
rdeider war es den deutschen Eisenindustriellen nicht 
ergönnt, stärkeren Einfluß auf die Privateisen- 
»ahnen zu gewinnen, wie es z. B. in den Ver— 
inigten Staaten von Nordamerika der Fall 
var. Daher wurde dort trotz riesiger Ent— 
ernungen die lebenswichtige Verbilligung der 
Fransportkosten gelöst. In Deutschland aber 
am es mit der Verstaatlichung der 
Sisenbahnen bald zu politischen Einflüssen 
m Güterverkehr, die neben ihren guten leider 
uuch gewisse schlechte Seiten hatten. Die Ver— 
einheitlichung des deutschen Eisenbahnsystems ist 
edoch unverkennbar eine Tat gewesen, die in 
Bis 1911 mittlere Belegschaft, 
eit 1912 berufsgenossenschaftlich Versicherte. 
00 000 
00 000 
300 000 
—300 000 
100000 
kohlenber 
300 000 
2001000 
100000 
—E 
1860 
270 
1880 1890 1900 
910 1920 1929 
Luxemburg reichlich vorhandenen phosphor— 
haltigen Erze zur Thomasstahlbereitung der 
Weg geebnet. Daher kann man 1879 als 
das Jahr der Wiedergeburt der deutschen Eisen- 
und Stahlindustrie bezeichnen. 
Dritte Periode des Zollvereins 
0187909 1918). 
Ausgerüstet mit Schutzzöllen und Thomas- 
»erfahren schritt man zum neuen Aufbau der 
Eisenwirtschaft, unbekümmert um alle Unken— 
uufe der Freihändler. Der Selbsterhaltungs— 
trieb verlangte jedoch gegenüber einem weit 
überlegenen Wettbewerber Sparsamkeit sowie
	        
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