Angebot und Nachfrage seitens des die Kursmakler umstehenden Börsen
publikums, wodurch nicht allein die Feststellung der Kurse beeinflußt,
sondern in vielen Fällen die Ausführung der Aufträge erst ermöglicht
wird. Nachdem der Kurs endgültig festgestellt worden ist, was nur wenig
Zeit beansprucht, wird er auf der in der Schranke befindlichen Tafel an
geschrieben, um später im amtlichen Teile des Kurszettels als „erster
Kurs" notiert zu werden. In gleicher Weise wird darauf in einer zur
Regel gewordenen Reihenfolge bei der Feststellung der anderen ersten
Kurse der in der Gruppe gehandelten Effekten verfahren.
Da die auf Zeit gehandelten Papiere während einer Börse vielfachen
Schwankungen unterliegen, notieren die Kursmakler später nicht sämt
liche Kurse, zu denen sie in dem betreffenden Papiere Umsätze vermittelt
haben, sondern bei Hin- und Herschwankungen nur die höchsten und
niedrigsten Grenzkurse und um 2 Uhr (Sonnabends um 1% Uhr) die
Schlußkurse (siehe auch S. 385). Fanden z. B. Umsätze statt zu
160 X, 160,25 %, 160,60 % 160,76 %, 169,90 %, 159 76 %, 169%,
160,26 %, so lautet die Notiz 160 %—160,75 %—159 %—160,25 %.
Diese Art der Notierung im Terminverkehr — und das gleiche gilt für den
variablen Verkehr — gibt oft Anlaß zu Rückfragen seitens der Auftraggeber.
Die Notiz 160—160,75—159—160,25 bedeutet, um es nochmals zu sagen, daß
nach dem ersten Kurs von 160 sich Nachfrage zeigte, die den Kurs bis 160.75
hob, dann Angebot hervortrat, unter dessen Druck der Kurs auf 159 zurückging,
und daß im weiteren Verlauf der Börse neuerliche Nachfrage ein Anziehen des
Kurses bis auf 160.25 "/o bewirkte.
Hatte nun die Bank für das betr. Papier z. B. ein Verkaufslimit von
160.25, so mußte sie das Limit ausführen, sobald dieser Kurs zu erreichen war.
Hätte sie es nicht getan, weil sie einen höheren Kurs abwarten wollte, würde
dann aber der Kurs zurückgegangen sein, so daß das Limit nicht ausgeführt
werden konnte, so würde der Kunde mit Recht auf Ausführung zum Limit be
stehen. Die Bank muß sich unbedingt ans Limit halten.
Die „B e st e n s > A u f t r ä g e", d. h. die Aufträge, die lauten „bestens
kaufen" bzw. „bestens verkaufen", müssen sofort, die limitierten Aufträge
nach Erreichung des Limits ausgeführt werden.
Die meisten Zeitgeschäfte werden mit nicht vereideten Maklern
abgeschlossen. Diese Makler schreien, wie die Kursmakler, mehr oder
weniger laut die Kurse, zu denen sie kaufen, bzw. verkaufen wollen,
im Markte aus, jedoch nicht den ganzen Kurs, sondern nur die letzte
Zahl und den Bruchteil, z. B. „Handels 9% Geld". Der Makler will
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