Metadata: Weltporto-Reform

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Anfang einer Weltmünze. Denn sie sind ein auf Goldwert 
lautendes Papiergeld, ein Wertpapier, ein Zahlungs- und 
Tauschmittel, für das die Landesposten zwar nur Marken geben, 
aber Pxdvate und Kaufleute auch AVaren und Leistungen, wie 
für anderes Geld, wenn auch natürlich nur in entsprechend 
geringem Masse. 
Diese weittragende grundsätzliche Bedeutung der 
Antwort - Gutscheine, der ersten und noch unvoll 
kommenen Spielart einer AVeltbriefmarke und zugleich 
AVeltmünze, ist bisher noch garnicht beachtet worden. 
An einer AVeltmünze hat der AVeltverkehr und der Welt 
handel heute aber zweifellos ein grosses Interesse. Die AVelt- 
post bedarf ihrer aus verschiedenen Gründen schon jetzt, nicht 
bloss einer Weltbriefmarke wegen. 
10 Centimes, der Normalsatz einer Weltpostkarte, sind 
genau 8,1 Pfennige D. R.-AV. Aber welche Unterschiede ergeben 
sich infolge der verschiedenen Münzarten, ganz abgesehen von 
den schwankenden Werten mancher Währungen! Es werden 
dafür gleichgesetzt als entsprechender Portosatz: in Deutschland 
10 Pf. (12,34 Centimes); in Skandivien 10 Oere (11,25 Pf.); in 
umscblagartigen Antwortteil enthielt; Russland einen doppelten Kartenbrief 
oder einen Kartenbrief mit angehängter Postkarte; Holland empfahl eine 
Antwortmarke oder einen Antwortnmsclilag, der mit 2—3 Centimes Auf 
schlag zu verkaufen wäre und in einem Briefe ins Ausland geschickt werden 
sollte. Die Vereinigten Staaten schlugen einen Umschlag mit einer 
zweiten Freimarke für die Antwort vor, der im Auslande hei der Post 
gegen eine Landesmarke einzutauschen wäre. Australien vertrat die 
Idee von Antwort-Gutscheinen, die mit Marken beklebt und entwertet und 
dann im Ausland bei der Post gegen dortige Landesmarken umzu- 
tauschen seien. England empfahl nachträglich Gutscheine in verschiedenen 
Werten, vom Weltpostbureau airsgegeben, mit Aufschlag verkäuflich und 
im Ausland gegen Landesmarken eintauschbar. Rumänien wollte, dass 
alle Länder fremde Postmarken gegen eigene Landesmarken eintauscheu 
sollten. 
Schliesslich wurde auf Antrag Belgiens nur ein Antwort-Gutschein 
für 20 Centimes in Gold, für wenigstens 28 Centimes verkäuflich, beschlossen. 
Die einzelnen Verwaltungen rechnen vierteljährlich mit dem Berner Bureau 
ab. (Näheres im „Archiv f. Post n. Telegraphie“ 1906, Nr. 14, S. 411 f.) 
AVie die „Deutsche Verkehrs-Zeitung“ (1908, Nr. 48, S. 596f.) mitteilte, 
gingen in den ersten 9 Monaten (vom 1. Oktober 1907 bis 1. Juli 1908) nur
	        
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