384
dem Lande, Baumschulen, Fortbildungs-Schulen für Handwerker, Darlehne
an Landwirthe rc. verwendet werden sollen. Nach dem Wunsche des
Berstorbenen soll die ganze Stiftung zu Ehren seines Batcrs, des
Landschafts-Direktors Frhrn. v. Kottwitz den Namen „Karl Gotthardt
Frhr. v. Kottwitzsche Stiftung" führen, die Verwaltung derselben
aber der Regierung in Breslau gegen eine entsprechende Remuneration
der dabei berheiligten Beamten zustehen. Die Stiftung hat
unter dem 30. August 1861 mit Verleihung der Rechte einer juristischen
Person die landesherrliche Genehmigung erhallen.
Freiin v. Kottwitz sebe Stiftung zu «tedian,
begründet von der 1853 in Breslau t Gattin des Vorigen, geb. von
Haxthausen, früher verw. gewesene Sack. Die Zinsen von 1000
Thlr. sollen der Wittwe event, den Waisen eines Rathes der Regierung
zu Breslau, und wenn etwa auch deren nicht vorhanden sein
sollten, zweien Wittwen von Regierungs-Subalternen zu Theil werden.
Die Verleihung steht der Regierung zu, welche die Bedürftigsten auszuwählen
hat.
v. Kottwitzsche Suftnng zu Posen.
Ein Unterstützungs-Fonds für wohlthätige Zwecke der Provinz, verwaltet
von der Regierung.
v. Kottwitzsches Legat zu Krossen.
Das Kapital beträgt 750 Thlr. Die Zinsen werden an arme Leute
der Stadt Krossen vertheilt.
v. Kottwitzsches Vermächtniß zu Nimptsch.
Der zu Nimptsch (1855) + Frhr. v. Kottwitz wendete der Armen-Kasse
100 Thlr. unter der Bedingung zu, daß die Zinsen davon zur
Bezahlung von Miethe für alte und schwache Personen verwendet werden
sollen. _
v. Kowalsktsche Stiftung.
Auf dem Rittergute Spitzings im Landkreise Konlgsberg seit 1832
bestehend, hat sic den Zweck, 15 Waisenknaben vom 8 ten Lebensiahrc
ab zu Laudleutcn und 10 Mädchen zu Schaffnerinnen auszubilden. Im
Jahre 1852 wurde damit eine Ackerbau-Schule verbunden, die sich zur
Aufgabe stellt, Söhne armer Landlcute aus dem Regierungs-Bezirk
Königsberg, welche das 17te Lebensjahr zurückgelegt haben, durch passenden
landwirthschaftlichen Unterricht und Praktische Uebung in der
zur Anstalt gehörenden Gutswirthschaft zu tüchtigen Wirthschaftern und
Kämmerern auszubilden oder zur selbstständigen Führung einer kleinen
Wirthschaft zu befähigen. Die Bewerbungen um Aufnahme in die Anstalt
sind dem Kuratorium oder dem Direktor der Anstalt einzureichen.
Die Anstalt hat 12 Freistellen, deren Inhaber im ersten Jahre 10,
int zweiten 121, im dritten 15 Thlr. Lohn erhalten. Außerdem finden
6 Penfionaire Aufnahme, welche im ersten Jahre 50, im zweiten
40, im dritten 30 Thlr. zu zahlen haben.
K ow alewö kisches Stipendium,
1771 von Christine Katharine Ko walew ski mit 1OO0 Thlr. begrün-