Full text : Geschichte der großen amerikanischen Vermögen (Bd. 1)

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Lange bevor der alte van Rensselaer hinschied, hatte er
den Aufstieg und das Anwachsen der Händler- und Fabrikantenklasse
 und einer neuen Art Landaristokratie gesehen
 und mit hochmütiger Bitterkeit bemerkt, wie sie an
Wohlstand und Macht die beinahe ausgestorbene Feudalaristokratie
 in den Schatten stellten. Ein paar hunderttausend
 Dollar waren nicht mehr der Gipfel eines großen
Vermögens; die Zeit der Millionäre war gekommen. Die
müßige Herrenwelt von ehedem war durch eine fieberhafte
Tätigkeit in Handel und Industrie ersetzt worden, die der
Gesellschaft ihre eigenen neuen Anschauungen, Meinungen
und Ideale als treibende Kräfte aufzwang.

Drittes Kapitel

DER AUFSCHWUNG DER HANDELSKLASSE

reben der Errichtung großer Landbesitze ging ein nur
a + langsames Fortkommen des Kleinhändlers und Kleinkaufmanns
 her. Natürlich setzten sie sich zuerst in den
Seehäfen fest, wo der Handel konzentriert war.
Mancherlei Hindernisse hielten sie lange nieder. Die
großen verbrieften Gesellschaften monopolisierten die einträglichen
 Erzeugnisse des Landes. Die Landmagnaten
verlangten einen Tribut für die Gewährung des kleinsten
Rechtes. Der Krämer durfte die Waren, welche die Gesellschaften
 ihm verkauften, weiterverkaufen — aber er durfte
nichts fabrizieren. Und nachdem die alten Monopolsgesellschaften
 verschwunden waren, brauchte die Landaristokratie
 ihre Gewalt, um jedwede unbequeme Initiative auf
seiner Seite zu unterdrücken.

Die Grundherren monotdolisieren den Handel

Das war besonders in New York der Fall, wo alle Macht
in den Händen weniger Grundbesitzer konzentriert war.
Die Massen waren bloße Untertanen — wie in den Monarchien
 Europas. Der Feudalherr war zugleich der Haupt-
            
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