3. Titel: Kauf. Taujdh. S 447. 587
a) Die Gefahr des Transportes8 trägt im Falle des 8 447 alfo der Räufer.
b) Der maßgebende Zeitpunkt für den Gefahrübergang ift der Augenblick
der Auslieferung an die VerfendungsSperjon val. hiezu S 61 der
Eijenbahn-VBerkehrsordnung für das Eule Reich vom 23. Dezember 1908,
RODB. 1909 S. 93 f., Staub in Anm. 50 f., Exrfur8 zu 8 382 und Anm. 2
zu 8 453 H@OB., ROHSG. Bd. 13 S. 152, Yd. 22 S. 285, bezüglich in genere
verkaufter Sachen Bd. 23 S. 145). Wenn fih der Verkäufer die Weifung zur
Abfendung der Ware noch vorbehalten hat, fo trägt er bis zur Erteilung
der Weifung die Gefahr; 1]. ROHSG. Bd. 21 S. 355.
4. Cine gefeglide Berpflidgtung, auf jene3 Verlangen des Räufer3 einzugehen,
beit eht für den Verkäufer aber nicht. Eine foldhe darf insbejondere nicht aus S& 447
abgeleitet werben (bgl. Bolze Bd. 19 Nr. 560 und Denkjchr. 3. HOB. S. 229). Häufig
Der beruht fie auf Handelsgebrauch, fowohbl bei PlakgefiGäften wie auch bei
itanzgejchäften. Bei leßteren iit e8 für alle Waren ein feit Langer Seit
SEOETich anerfanıter HandelSgebrauch, daß der Verkäufer die Berpflidhtung Hat, die Ware
Den Käufer an jeinen Wohnlig oder an feine gewerbliche Handelsniederlafjung vder an
fee Jonftigen bon diefem angegebenen Beftimmungsort zu überfenden und ihm dort Ge-
‚egenbheit zu geben, die Ware zu prüfen und abzunehmen. Bol. hiezu im einzelnen Staub
m Anm. 28, 46 des Erfurjes zu 8 372 und in Anm. 50 ff, 29 ff. des Erkurfes
8 $ 382 SOB, ferner Ent{ch. d. I DO0. Bd. 18 S. 321 und auch Bd. 10 S. 293, fowie
| COS, a 66 und Kipr. d. DLSG. (Marienwerder) Bd. 8 S. 57, Bd. 13 (Braun-
a) Nebernimmt der Verkäufer: die Fraglicdhe Verfendung, fo vollzieht er hier
damit eine Nebenbeitimmung des KarfbertragsS felbit; f. MM. 11, 327. Es
Hit alfo damit fein Auftrag im E Sinne Gemeint, val. DON
Bd. 13 S. 148, Bd. 19 S. 245 und Staub in Ann. 33 Crkurs zu $ 382 GSGB.
‚Cr hat die Beitimmung ftatt des NüäufersS zu treffen, D. h. mög-
licht in defien Sinne und Interelje, aber nicht etwa im Namen des Räufers;
vgl. ROGE. Bd. 26 S. 106 und eingehend Staub a. a. OD. Anm. 33, a.
Cin Transport, der durch die eigenen Leute des Verkäufers
erfolat, fällt nidht unter S 447; denn er ijt im Örunde ein von iHnuı
felbit beforgter. Er haftet nad $ 278 für ein Berfhulden feiner Leute,
in Gefahrübergang tiritt hier nicht ein vor der wirklichen Uebergabe an den
Rüäufer, val. EEE Dale (1. Aufl.) Bd. 3 S. 57 und erh Sing
Bem. 7 zu 8379 HOS3., Jowie auch Pjor. 5. DLO. (Rammerger.) Bd. 20 S. 174;
and. An). Crome 8 213 Anm. 17; 1. ferner Staub 6./7. Aufl. S. 1383 Anm. 7,
Sa Bem. 4, Wand Bem. 2 zu 8 447, fowie Jaeger in LB3. Bd. 1
S, 419.
Ueber 2 Verkauf einer Sache nach Sadbefchein val.
Nipr. d. DL®G. (Kammerger.) Bd. 8 S. 62.
Der Inhalt der dem Berkäufer AO A ijt bie Ver:
jendungsart, inzbejondere die Berpadung und die Wahl des Spe-
diteur$ oder Zrachtführer8; mehr liegt ihın nicht ob, vol. Staub a. a. O.
um. 34. Cine BerfiderungsSpflicht trifft ibr nur, foweit fie üblich
ift, vol. au RNOHSG. Bd. 21 S. 171. .
Der Berkäufer hat aber alenthalben forgfältig zu verfahren; Dal
88 276 BOB. und 347 HOB. und auch unten Bem. 7 Leziüglich einer Ab-
WEM im Sinne des Ubf. 2. Neber OrdnungSmäßigfkeit der Ber-
padıung val. aud Ripr. d. DLG. (Dresden) Bd. 16 S. 396.
Im Zweifel ijt die Verfendung vom Erfüllungsort aus feitens des
Verkäufers zu bejorgen und zwar im Zweifel an den Ort der Handels=
NAD Male ®önfers. Dal. biezu Staub a. a. VD. Anm. 37 und
ROGHSG. Bd. 18 S. 101.
Ueber das Berhältni3z des Räufer8 und des VerkäufersS zum
Spediteur und Fradtführer im befonderen vgl. Staub a. a. Y. Anm. 54
und Düringer-Hachenburg Bd. 3 S. 58, 59 fowie auch Giefe, Die Aniprüche
des VerkäuferS au8 dem Verficherungs= und Kaufvertrage nach Nebergang
der Gefahr, Berlin 1898. Hervorzuheben ft: es
x) Yregchmäßig wird der ESriakanfipruch megen Befchäbigung oder
Berkultes der Ware dem Verkäufer zuftehen, da leßterer für die
Kegel im eigenen Namen Dal. oben a) mit dem Spediteur ober
AN abgefchloffen bat. ©€8 ift daher auch Sache des Ver-
üufer$, die Aniprüche gegen bie Transportperfon geltend zu machen
als Ausfluß der von ihm übernommenen Nebenverbindlichteit des
Aaufvertraags ({f. oben a) und zwar muß er bhiebei jenes AInterelie
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