Full text : Die Staatsausgaben von Großbritannien, Frankreich, Belgien und Italien in der Vor- und Nachkriegszeit

Methodische Vorbemerkungen.
Nachdem im ersten Teile dieser Untersuchung die notwendigen Einschränkungen betont wurden, unter
denen allein ein internationaler Vergleich angestellt werden kann, und nachdem im zweiten Teile die
historische Bedingtheit der einzelnen dieser Untersuchung zugrunde gelegten Etats behandelt worden ist,
soll in diesem dritten Teil der Versuch gemacht werden, auf den verschiedenen Gebieten staatlicher
Wirksamkeit die Ausgaben der bearbeiteten Länder einander gegenüberzustellen. Die Gegenüberstellung
{ußt auf der Etatbearbeitung, deren Grundsätze im zweiten Kapitel des Ersten Teiles (S. 27 ff.) dargelegt
wurden, und deren Ergebnisse sich in den Tabellen des Fünften Teiles (5. 4621f.) finden. Die Textübersichten
 dieses Teils enthalten zum großen Teil die Auswertung und die ins einzelne durchgeführte Untergliederung
 der Haupttabellen des Fünften Teils.
Die Bearbeitung durfte sich nicht mit einer Auswertung von Summenzahlen begnügen. So unentbehrlich
die Zusammenfassung der mannigfaltigen Einzelheiten in einem einheitlichen Bearbeitungsschema für die
Gegenüberstellung ist, so notwendig ist es anderseits, immer wieder auf die verschiedenartige Zusammensetzung
 dieser Zahlen hinzuweisen und auf die Einzelpositionen des Etats zurückzugehen; denn eben diese
in jedem Lande andersartigen Einzelheiten lassen erst das bunte Bild der staatlichen Organisationsformen
und die verschiedene Abgrenzung der staatlichen Aufgabengebiete erkennen. Die Erklärung der einzelnen
Etatposten fand ihre Grenze in dem Überblick, den die verwendete Spezialliteratur (vgl. S. 521 ££.) vermitteln
konnte; die in den folgenden Abschnitten zu Tage tretenden Lücken könnten nur mit genauester Kenntnis
der Verwaltungsverhältnisse der einzelnen Länder ausgefüllt werden,
Für die Zwecke des Finanzvergleichs genügt es nicht, die Bedeutung der einzelnen Etatposten aufzuklären,
 sondern es muß auch umgekehrt festgestellt werden, was in den Ziffern der Staatsausgaben nicht
enthalten ist. Es mußte also der Versuch gemacht werden, wenigstens in groben Zügen die verschiedene
Aufgabenteilung zwischen dem Staate und den anderen öffentlichen Körperschaften einerseits, zwischen
den öffentlichen Körperschaften und den Privatorganisationen anderseits darzustellen, Erst hierdurch
zeigen sich die Grenzen eines jeden Vergleichs, der sich, wie es in dieser ersten Bearbeitung geschehen mußte.
vorwiegend auf die Staatsausgaben beschränkt.
Bezüglich der Grundsätze für die Gliederung nach Ausgabezwecken und Ausgabearten wird auf die
Ausführungen auf 8. 33 {f. verwiesen. Die unvermeidlichen Fehler, die in der Umrechnung der Ausgabeziffern
 auf einen einheitlichen Wertausdruck begründet sind, wurden oben (5. 39 ff.) erörtert. In der Vorbemerkung
 zu jedem einzelnen Kapitel wird auf die Zusammenhänge zwischen den verschiedenen staatlichen
 Aufgabegrebieten und auf die Schwierigkeiten der Abgrenzung hingewiesen.
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.